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Kommentiert: Sicher ist sicher!

Ein Kommentar von Rainer Herwartz

Der deutsche Philosoph Friedrich Theodor von Vischer hat einmal den Satz geprägt „Freiheit ist heilig, Einheit ist notwendig“. Übertragen auf die Neuausrichtung von Bürgermeister Herbert Corsten, hat dieser wohl ein wenig der heiligen Freiheit als unabhängiger Kandidat der notwendigen Einheit mit der CDU geopfert. Sicher ist halt sicher.

Die Wagenburg aus SPD, FDP, Grünen und Pro Selfkant, die sich um den Alternativ-Kandidaten Jan-Frederik Kremer formiert hat, lässt auch den wahlerprobten Amtsinhaber nicht kalt. Immerhin stellen die Oppositionsfraktionen ja gemeinsam die Hälfte des Gemeinderates.

Auch wenn es einer faustdicken Überraschung gleichkäme, sollte das Wahlergebnis am 13. September ebenfalls eine Pattsituation zwischen Corsten und dem erst 28-jährigen Essener ergeben, so ist Corstens Schritt dennoch nachvollziehbar. Warum sollte gerade jetzt nicht formal das zusammenfinden, was ohnehin seit geraumer Zeit an einem Strang zieht.

Bei dem kalten Hauch, der von der Opposition zu Corsten herüberweht, ist ein wärmendes Plätzchen im Schoße der Parteikollegen doch allemal komfortabler. Zumal zu befürchten ist, dass auch nach der Wahl die Großwetterlage nicht eitel Sonnenschein verspricht.

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