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Kommentiert: Nur ein Freibad hat eine Chance

Ein Kommentar von Rainer Herwartz

Wettbewerb ist ja gemeinhin eine gute Sache. Er beflügelt und spornt zu Höchstleistungen an. Im Hinblick auf den Erhalt zumindest eines der beiden Heinsberger Freibäder darf die wohltuende Wirkung allerdings bezweifelt werden.

Es bedarf keiner Glaskugel oder eines übermäßig scharfen Verstandes, um zu erkennen, dass die Wahrscheinlichkeit, zukünftig kein einziges Freibad mehr in Heinsberg zu haben, weit größer ist, als die, gleich zwei am Leben zu erhalten.

Natürlich möchte keiner der beiden Orte Kirchhoven und Oberbruch am Ende auf sein Bad verzichten müssen. Dass es dennoch zumindest einen treffen wird, ist unabwendbar. Keines der neuen Bürgerbäder, die die Kirchhovener kontaktierten, sei ohne dauerhafte Unterstützung der jeweiligen Kommune zu betreiben, hat das Organisationsteam ermittelt.

Dass die Stadt Heinsberg gleich zweien finanziell zur Seite steht, ist angesichts des eindeutigen Votums für die Schließung beider Bäder ein absurder Gedanke. Statt die so oft beklagte Kirchturmspolitik fortzusetzen, sollten sich Bürger beider Ortsteile lieber zusammenhocken und sich zunächst einmal darauf einigen, bei welchem Freibad die größte Aussicht auf Erfolg in puncto Erhalt besteht.

Die Erkenntnis, dass Einigkeit stark macht, ist keine leere Worthülse. Nur so besteht überhaupt eine Chance.

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