Kolumnen mitten aus dem Leben von: Lesung von Helmut Wichlatz

Von: Daniela Mengel-Driefert
Letzte Aktualisierung:
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Kolumnen über das Leben: Helmut Wichlatz stellt sein neues Buch „Sie kennen mich, ich bin ein Menschenfreund“ vor. Foto: Mengel-Driefert

Erkelenz. Helmut Wichlatz ist aufgeregt, sagt er, wenige Minuten bevor es mit der Premierenlesung losgeht. Aufgeregt? Ist doch schon das zweite Buch! „Trotzdem, schon den ganzen Tag“, antwortet er, obwohl er im Café Kö nicht zum ersten Mal liest.

Es ist die 13. Veranstaltung in der Reihe Leseburg. Gemeinsam mit Kurt Lehmkuhl, Sohn Felix und Jörg Grätz organisiert er den regelmäßigen Leseevent. Doch heute ist alles anders als sonst. Diesmal liest Wichlatz nur eigene Texte. Jüngst hat er ein neues Buch veröffentlicht. Der Titel der Neuerscheinung: „Sie kennen mich, ich bin ein Menschenfreund.“

Geschriebenes aus fünf Jahren

Entstanden ist das Buch aus einer Kolumnensammlung für ein Mönchengladbacher Stadtmagazin. Das Angebot für die monatliche Kolumne erhielt er vor fünf Jahren. „In dieser Zeit habe ich mir so ein bisschen den Titel des Menschenfreundes erarbeitet“, sagt der Autor, der nicht nur Bücher schreibt und Lesungen veranstaltet, sondern auch als Journalist und Dozent kreativer Schreibwerkstätten tätig ist.

Warum Wichlatz ein Menschenfreund ist, wird am Abend schnell klar. Schon im ersten Text „Von Jochen lernen, heißt siegen lernen“, beschreibt er mit viel Sympathie und feinen Humor Momente mit Jochen, der das Down Syndrom hat. In der Kolumne „Von bösen Mädchen und popelnden Wartezimmern“ macht er keinen Hehl aus einer Abneigung gegenüber fordernden und unsensiblen Mitmenschen. An anderer Stelle lobt und feiert er die Erziehungsmethoden seiner Ehefrau in Zeiten von Twitter und Hashtag.

Wichlatz‘ Texte sind witzig, geistreich, oft kritisch und nie oberflächlich. Der Autor und Kolumnist beschreibt Situationen aus dem Leben, manchmal selbst Erlebtes, manchmal fantasievoll hinzu Gedichtetes. Er liest über Zombieattacken aus der Spielekonsolenwelt, den neuesten technischen Errungenschaften der Heimwerkermärkte, er unterhält sein Publikum mit typischen Situationen aus dem Zusammenleben von Mann und Frau, wirft tiefschürfende Fragen auf: „Warum hat meine Frau immer das letzte Wort, obwohl alles gesagt worden ist?“ oder „Ist ein Raumschiff, das nur mit Frauen besetzt ist, eigentlich unbemannt?“

Das Publikum lauscht konzentriert und amüsiert, viele Besucher kennen Wichlatz persönlich, die Leseburg hat regelmäßig ein Publikum von 30 bis 40 Personen.

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