Knatsch im Karneval: „Schulretter“ gehen jetzt in Kempen mit

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Heinsberg. Die Wogen schlagen hoch im Heinsberger Stadtteil Oberbruch. Nachdem sich die KG Brööker Waaterratte als Organisatorin des Rosenmontagszuges dafür entschieden hatte, der IG „Schulretter“ aus Unterbruch eine Teilnahme am närrischen Lindwurm zu verweigern, befindet sich der Waaterratte-Präsident und diesjährige Stadtprinz Helmut Frenken unter vermehrtem Rechtfertigungsdruck.

Umkippen werden er und die übrigen Mitglieder des Rosenmontags-Komitees deshalb dennoch nicht. „Wir bleiben bei unserer Position, wir haben die Entscheidung ja nicht aus dem hohlen Bauch getroffen. Es geht hier um Wahlkampf, um Stimmenwerbung“, sagt Frenken. „Ich bin der Meinung, dass es sehr wohl ein deutlicher Unterschied ist, ob ich als Bürger des Ortes Oberbruch Mitglieder für eine gemeinsame Sache suche, oder ob ich als IG Schulretter aus einem anderen Ort stamme und den Rosenmontagszug in Oberbruch nutzen möchte, um unter der Überschrift Wahlkampf Stimmen für einen möglichen anstehenden Urnengang zu gewinnen. Wir wollen nicht zum Podium für einen Wahlkampf zu einem Thema werden, das in einem anderen Ort spielt.“

Frenken spielt damit auf die Tatsache an, dass in der letzten Session eine Gruppe von Oberbrucher Bürgern im Rosenmontagszug unter dem Motto „Erhaltet unsere Werte“ auch nicht gänzlich unpolitisch die Werbetrommel für eine Mitgliedschaft in den Interessengemeinschaften zum Erhalt von Festhalle und Freibad gerührt hatte.

Bei den „Schulrettern“ wird sich für die Haltung der Oberbrucher wohl kein Verständnis mehr einstellen. „Ich habe gedacht, die wollen mich veräppeln, als ich von der Ablehnung gehört habe“, sagt André Esser von der IG. „Ich kann es nicht verstehen. Wir hatten nicht vor, Flyer zu verteilen oder Unterschriften zu sammeln. Wir sind ja schon abgelehnt worden, ohne dass man mit uns gesprochen hätte.“

Ihre Kostüme müssen die „Schulretter“ dennoch nicht gleich einmotten. Denn die Kemper Gröne gewähren ihnen Asyl. Auch die Drömmer Hahne lassen sich offenbar von dem „Gegacker“ aus Oberbruch nicht beeinflussen und haben die Zugteilnahme angeboten.

Und was sagt Stadtprinz Helmut Frenken dazu: „Dann freue ich mich auch für die Unterbrucher und wünsche ihnen viel Spaß.“ Schließlich habe er ja grundsätzlich für deren Engagement vollstes Verständnis.

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