Wegberg-Klinkum/Wassenberg - Klinkumer Kirche: Projektchöre begeistern von Mimi bis Mercury

Klinkumer Kirche: Projektchöre begeistern von Mimi bis Mercury

Von: Monika Baltes
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Bekam für seinen Auftritt in Klinkum lang anhaltenden Applaus: der Projektchor Wassenberg. Foto: Monika Baltes

Wegberg-Klinkum/Wassenberg. Der Projektchor Wassenberg hatte die Farbe Rot für die Accessoires gewählt. Rot als Farbe für Leidenschaft und Freude, und so widmeten sie sich auch ihrem Auftritt. Gemeinsam mit dem Brüggener Vocalensemble Ars cantandi begeisterten sie die Zuhörer beim Chorkonzert in der Klinkumer Pfarrkirche Zur Heiligen Familie und schlugen einen weiten Bogen durch mehr als 500 Jahre Musik.

Entstanden ist der Projektchor aus Chorprojekten in den Gemeinden von St. Marien in Wassenberg und der City-Kirche in Mönchengladbach. 15 Mitglieder hat der Chor derzeit, geleitet wird er von Heinz-Peter Küppers. Einmal im Monat wird geprobt, das Repertoire umfasst geistliche und weltliche Chormusik der Renaissance bis in unsere Zeit. Einen musikalischen Schwerpunkt gebe es nicht, erklärte der Chor, gesungen werde, was gefällt.

Mit geistlichen Lob- und Dankliedern begann der Chor sein Programm, ließ das Gebet des Heiligen Franziskus von Alan Wilson durch die Kirche klingen. Und auch Meister Mozart, Leonhard Bernstein und Johann Sebastian Bach gehörten zum Programm. Das älteste Musikstück des Konzertes (es soll um 1500 entstanden sein) steuerte Pierre Passereau bei.

Sein berühmtes „Il est bel et bon“ mit der Nachahmung von Hennengeschrei schwebte leicht und fröhlich durch die ehrwürdigen Kirchenmauern. Am Schluss des Konzertes schickte der Projektchor dann auch noch die Mimi ins Bett, natürlich nicht ohne Krimi.

Seit 1996 gibt es das Brüggener Vocalensemble Ars cantandi, sieben Sänger unter der Leitung von Wolfgang Goertz. Schwerpunkt ihres Repertoires sind geistliche und weltliche Werke der Renaissance, zeitgenössische Arrangements runden das Programm ab. Die Sänger begannen mit dem Lobpreis der Gottesmutter, intonierten das Vater unser von Maurice Duruflé und begeisterten mit ihrer Interpretation von Lauridsens „Dirait on“.

Mit einem verschwundenen Liebchen und einem zerbrochenen Ringlein brachte Ars cantandi Gänsehautgefühl in die Kirche. „In einem kühlen Grunde“ ist und bleibt und Publikumsliebling.

Mit Spannung erwartet wurde die Interpretation der „Bohemien Rhapsody“ von Freddy Mercury, die durch die Darbietung als Chorgesang zwar einiges an Kraft verliert, aber auch eine eigene Feinheit gewinnt.

Das Publikum wurde bestens unterhalten, was am begeisterten, teilweise lang anhaltenden Applaus leicht abzulesen war.

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