Klimalauf führt durchs Erkelenzer Land

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Verlassen, menschenleer, dem Braunkohletagebau Garzweiler II überlassen: Auch durch das verwaiste Immerath werden am 27. November die Klimaläufer kommen. Foto: Stefan Klassen

Erkelenz. Am vergangenen Montag ist der Staffellauf „Run for your life“ (RFYL) in Kiruna in Nordschweden gestartet und wird am 29. November anlässlich des Klimagipfels in Paris eintreffen. Auf der Route wird auch das Erkelenzer Land mit dem Braunkohletagebau Garzweiler II liegen.

Dabei wird statt eines Staffelstabes ein Stein, ein Symbol des indigenen Volkes der Sami, von mehr als 1000 Läufern 4500 Kilometer in 20 Tagen quer durch Europa getragen. Mit kurzen Statements erzählen die Läufer, warum und wie sie gegen den Klimawandel aktiv sind.

Am Freitag, 27. November, wird der Lauf auch durch das Rheinland führen. Es werden sich aus dem Erkelenzer Land die „Perspektive für Holzweiler“ und der Klimatisch Erkelenz daran beteiligen. Mit dabei sind unter anderem auch Vertreter von Antiatom Jülich, des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), ausgeCO2hlt, das Bündnis gegen Braunkohle, Bündnismobil, Buirer für Buir, Divest Aachen, Greenpeace Aachen, Hambacher Forst, IB 50189, Küchenkollektiv Rheinland, Leben ohne Braunkohle, Nabu, das Netzwerk Bergbaugeschädigter und Vertreter von Grünen und Die Linke.

Am 30. November beginnen in Paris die Klimaverhandlungen. Die Klimabewegung blickt dem Gipfel skeptisch entgegen, denn die zu erwartenden Ergebnisse werden wohl nicht ausreichen, einen sich selbst beschleunigenden Klimawandel abzuwenden. Das Rheinische Braunkohlenrevier trage mit seinen Kraftwerken ebenfalls zum Klimawandel bei, warnen die Klimaschützer. Dagegen möchten die Läufer ein Zeichen setzen.

Dirk Jansen kämpft mit dem BUND seit nunmehr 30 Jahren politisch gegen den Braunkohlentagebau Garzweiler II und für die Energiewende: „Für mich ist kein größerer Eingriff in die Natur, die Kulturlandschaft und das Klima vorstellbar als die Förderung und Nutzung von Braunkohle.“

Besonders betroffen ist Norbert Winzen aus Keyenberg. „Meine Familie muss nach über 60 Jahren nun zum zweiten Mal dem gleichen Tagebau weichen. Und zum zweiten Mal wird ein wunderschöner alter Bauernhof als Familienmittelpunkt zerstört.“ Er läuft beim RFYL aus Protest gegen die Tagebaupolitik mit.

Auch der Kuckumer Hans Josef Dederichs, grüner Erkelenzer Ratsherr und langjähriger Vorsitzender der Bürgerinitiative Stop Rheinbraun, wird beim RFYL dabei sein.

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