Kleine Eiskönigin auf großer Bühne

Von: Helmut Wichlatz
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Voller Einsatz: Ellen Nierhaus probt mit den Kindern des Schwanenberger Kinderchors für die beiden „Die kleine Eiskönigin“-Aufführungen. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz-Schwanenberg. Der Kinderchor der Evangelischen Kirchengemeinde bereitet sich gerade auf seinen großen Auftritt Ende März vor. Nach dem großartigen Erfolg des Musicals „König der Löwen“ vor zweieinhalb Jahren haben sich die Chorkinder und ihre Leiterin Ellen Nierhaus die Geschichte der kleinen Eiskönigin angenommen.

Sie ist an den bekannten Disneyfilm angelehnt und bietet wieder in Verbindung mit Musik und Tanz den Stoff, der die Herzen der Musicalfans höher schlagen lässt.

Seit den Sommerferien wird im Gemeindesaal am Marktplatz jeden Mittwoch geprobt. Mittlerweile sind die Kinder textsicher und gehen ins Detail. Neben der Performance wird natürlich auch an Technik, Kostüm und Bühnenbild gefeilt. Hier unterstützen die Eltern ihre Sprösslinge tatkräftig. „Wenn wir feststellen, dass wir für eine Szene einen Kamin brauchen, wird bis zur nächsten Probe einer gebastelt“, betonte Ellen Nierhaus.

Bis zu 1400 Zuschauer

Mit der kleinen Eiskönigin wagen sie und ihre Chormädchen sich aus Schwanenberg heraus und auf die große Bühne. Denn die beiden Aufführungen des Kindermusicals werden in der Aula des Hückelhovener Gymnasiums an der Dr.-Rubens-Straße stattfinden. Auf der dortigen Bühne sind sonst eher Stars der Comedy und bekannte Musikbands zu sehen. „Der Schritt bot sich an, nachdem beim letzten Musical einige Gemeindemitglieder zu keiner der Aufführungen Karten bekommen hatten“, erklärt Nierhaus.

In der Hückelhovener Aula können an beiden Tagen insgesamt 1400 Zuschauer die Geschichte der beiden Königstöchter erleben. Und mit der Aula kam auch Jürgen Laaser ins Spiel. Er ist mit dem Veranstaltungsangebot seiner Agentur Kulturpur seit Jahren regelmäßig Gast in der Aula.

„Sie ist sozusagen mein zweites Wohnzimmer“, betont er scherzhaft beim Besuch der Proben im Schwanenberger Gemeindehaus. Die jungen Sängerinnen seien auf der Bühne der Aula bestens aufgehoben, ist er sich sicher. „Sie nehmen ihren Job genauso ernst wie die Profis, mit denen ich zu tun habe“, meint er anerkennend.

Neben Laaser kann sich der Kinderchor über weitere professionelle Unterstützung freuen. Denn die Erkelenzer Band beetsn´berries sorgt bei den Songs für den musikalischen Part. Beim Chor selbst kann Nierhaus aus dem Vollen schöpfen. So konnte sie alle wichtigen Rollen doppelt besetzen. Dabei, so erzählt sie, gab es keine Rangeleien.

„Die Kinder haben ihre Vorlieben geäußert und auch akzeptiert, wenn ein anderes Kind die Rolle bekommen hat.“ In der Selbsteinschätzung ihrer Fähigkeiten seien sie sehr realistisch. „Wir achten darauf, dass das Musical als Gesamtleistung verstanden wird“, so die Grundschullehrerin weiter. Denn jedes tanzende Eiskristall trägt ebenso zum Gelingen bei wie eine der Hauptrollen.

Ausschließlich weiblich besetzt

Dass die ausschließlich weiblich besetzt sind, liegt wohl daran, dass zeitgleich mit den Proben des Kinderchors auch der SV Schwanenberg seine Trainingseinheiten abhält. Und so wird der Schneemann Olaf, der den Sommer so sehr liebt, von Melia gespielt.

Die findet Musical zum Glück besser als Fußball.

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