Heinsberg/Hückelhoven - „Klavier entlang der Rur“: Hochkaräter am Flügel

„Klavier entlang der Rur“: Hochkaräter am Flügel

Von: Anna Petra Thomas
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Ingo Rümke, Rudolf Lengersdorf und Theo Krings (v. l.) sind die Initiatoren der neuen, kreisweiten Konzertreihe „Klavier entlang der Rur“. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg/Hückelhoven. Der Verein „con brio“ aus Hückelhoven,die Anton-Heinen-Volkshochschule und die Jugendmusikschule haben ihre Kräfte gebündelt, um künftig Pianisten mit Weltruf an unterschiedlichen Orten im Kreis Heinsberg zu Konzerten einladen zu können.

Mit „Klavier entlang der Rur“ haben sie sich dafür sogar eine eigene Marke gegeben, die diese qualitativ hochwertigen Veranstaltungen in Zukunft symbolisieren soll.

Manchmal wüssten die Menschen in der Region genau, was in Köln los sei, aber nicht, was der Ort gleich nebenan biete. „Wir möchten jetzt ein Musikangebot, das nicht am Kirchturm hängenbleibt“, verdeutlicht Theo Krings, Leiter der Jugendmusikschule“, die Zielsetzung der neuen Kooperation. Die Idee dazu sei bereits im Januar vergangenen Jahres entstanden beim Schumann-Abend des Pianisten Severin von Eckardstein aus Meerbusch im Rahmen der Reihe „Klassik im Rondell“ der Jugendmusikschule Heinsberg. Schon damals hatten die Jugendmusikschule und der Verein „con brio“ kooperiert.

Man sei durchaus offen für neue Partner, bestätigen auch der zuständige Fachbereichsleiter der VHS, Ingo Rümke, und der Vorsitzende von „con brio“, Rudolf Lengersdorf. Das Thema sei jedoch mit „Klavier entlang der Rur“ klar gesetzt. „Das Klavier muss immer die erste Rolle spielen“, so Krings. Auch über eine Förderung ihrer neuen Musikreihe würden sich die drei Initiatoren freuen. Wenn das Konzept erfolgreich umgesetzt werde, sei es dann vielleicht in Zukunft auch für Künstler sehr interessant, in dieser bekannten Reihe ein Konzert zu geben, blickt Krings optimistisch in die Zukunft.

Die drei Initiatoren haben zunächst ein Programm mit drei Konzerten für dieses Jahr erarbeitet. Ob es künftig für die Reihe ein Halbjahres- oder Jahresprogramm gibt, wollen sie noch entscheiden. Den Anfang macht am Sonntag, 9. Juli, um 17.30 Uhr wieder Eckardstein in der Aula in Hückelhoven. Schon der Auftritt in Heinsberg sei „umjubelt, um nicht zu sagen sensationell“ gewesen, erinnerte sich Krings an das Konzert im vergangenen Jahr.

Eckardstein ist nicht nur Gewinner der renommiertesten Wettbewerbe, er nennt auch einen „Echo Klassik“ sein eigen. Er spielt als Solist oder mit den ganz großen Orchestern. „Trotzdem findet seine Karriere etwas abseits des ganz großen Mediengetöses statt“, so Krings. Eckardstein lasse sich nicht vereinnahmen und nutze seine scheinbar grenzenlosen technischen und klanglichen Ausdrucksmöglichkeiten für hochspannende, individuelle Programme. In Hückelhoven wird er Werke von Claude Debussy, Gabriel Dupont, Olivier Messiaen und Franz Liszt zu Gehör bringen. Karten sind im Vorverkauf erhältlich in der Buchhandlung Wild und bei Schreibwaren Hansen.

Am Montag, 25. September, ist um 20 Uhr mit Ronald Brautigam einer der bekanntesten Musiker der Niederlande in der Stadthalle Erkelenz zu Gast. Sein Auftritt ist zugleich das erste Meisterkonzert der VHS. Brautigam ist unter anderem Träger des „Niederländischen Musikpreises“, der höchsten musikalischen Auszeichnung seines Heimatlandes. Er konzertiert auch mit großen Orchestern der Welt und Dirigenten wie Simon Rattle. Auf dem Weg zum Beethoven-Fest in Wien, wo seine beiden Konzert schon ausverkauft sind, wird Brautigam in Erkelenz Station machen. Unter dem Motto „Wien um 1800“ wird er Werke von Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven und Johann Wilhelm Wilms spielen. Eintrittskarten sind erhältlich in den Buchhandlungen Wild und Vie-hausen sowie bei der Kultur GmbH in Erkelenz, zudem bei der VHS in Heinsberg.

Im Heinsberger Rondell schließlich spielt am Dienstag, 3. Oktober, um 17 Uhr der Österreicher Philipp Kronbichler. Das Besondere daran: Er wird die Musik von Johannes Brahms nicht nur auf dem großen Heinsberger Steinway-Flügel spielen, sondern auch auf einem originalen Wiener Flügel von Johann Baptist Streicher aus dem Jahr 1861, wie ihn Brahms selbst genutzt hat. Dieser Flügel stammt aus der Sammlung Dohr des Klaviermuseums Haus Eller.

In einem von der Kunststiftung NRW geförderten Projekt arbeitet Kronbichler aktuell an einer Gesamteinspielung aller Klavierwerke von Johannes Brahms auf diesem historischen Instrument. Die erste CD, 2016 aufgenommen in Heinsberg, liegt bereits vor. Die weiteren Aufnahmen finden in diesem Sommer ebenfalls in Heinsberg statt. Dadurch ergab sich die Möglichkeit zu diesem außergewöhnlichen Aufeinandertreffen der beiden Instrumente“, freut sich Krings.

Karten für dieses Konzert sind erhältlich in der Buchhandlung Gollenstede und in der Jugendmusikschule.

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