„Klassik im Rondell“: Chor- und Instrumentalkonzert der Jugendmusikschule

Von: Anna Petra Thomas
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Die Mitwirkenden beim Chor- und Instrumentalkonzert freuten sich nach einem gelungenen Programm über den regen Zuspruch, den ihre Aufführung im Rondell fand. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Nicht nur die Reihe „Jazz im Rondell“ der Jugendmusikschule Heinsberg, sondern auch die Reihe „Klassik im Rondell“ erfreut sich großer Beliebtheit, wie die vielen Besucher bei der jüngsten Veranstaltung zeigten.

„Johannes Brahms und die Liebe“ standen im Mittelpunkt dieses gelungenen Chor- und Instrumentalkonzerts, das einen interessanten Bogen schlug zwischen der Spätrenaissance und der Romantik.

Der Kammerchor Heinsberg, eines der Erwachsenenensembles der Jugendmusikschule, bewies bei diesem Konzert, dass er neben großer oratorischer Kirchenmusik, wie zuletzt Haydns „Schöpfung“ oder Mendelssohns „Elias“, auch weltliche Programme unter der Leitung von Bernd Godemann für seine Zuhörer beeindruckend zur Aufführung zu bringen vermag.

Der „Warnung“ von Carl Maria von Weber (1786-1826) ließ der Kammerchor das Volkslied „Erlaube mir, feins Mädchen“ in einer Fassung von Johannes Brahms (1833-1897) folgen. Mit „Sah ein Knab‘ ein Röslein stehn“ im Satz von Engelbert Humperdinck (1854-1921) gab der Kammerchor seinem Publikum ebenso ein Beispiel seines Könnens wie mit „Come again“ von John Dowland (1563-1626).

Die junge Musikschülerin Nele Otto fügte dem mit viel Bedacht ausgewählten Programm die Sonate cis-moll, op. 27, Nr. 2, die „Mondscheinsonate“ (1. Satz Adagio sostenuto), von Ludwig van Beethoven hinzu.

Instrumentales Hauptwerk des Konzertes war danach der erste Satz (Allegro non troppo) aus der Sonate für Violoncello und Klavier in e-moll, op. 38 von Johannes Brahms, den mit dem Leiter der Jugendmusikschule, Theo Krings, am Klavier zusammen mit Greta Winkelhorst am Violoncello, ebenfalls eine talentierte

Musikschülerin gekonnt zur Aufführung brachte. Seinen finalen Höhepunkt hatte das Konzert mit Brahms‘ Liebeslieder-Walzer op. 52 für vier Singstimmen des Kammerchores und Klavier zu den vier Händen von Martina Walbeck und Burkhard Kerkeling. Mit diesem Klavierduo arbeitete der Chor auch schon bei Carl Orffs „Carmina Burana“ zusammen.

Danach präsentierten Pianisten und Sänger gemeinsam eine lockere Folge von Liebesliedern, die auch dieses Mal die Vorhersage des Komponisten Brahms erfüllten, der einst selbst geurteilt hatte: „Übrigens möchte ich doch riskieren, ein Esel zu heißen, wenn unsere Liebeslieder nicht einigen Leuten Freude machen.“ Sie taten es, wie der große Applaus bewies.

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