Klassik für Kleine: Musik, die die Fantasie anregt

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Heinsberg-Randerath. „Heute gibt es für euch viel zu entdecken – bei der Musik und dem gesprochenen Wort“, begrüßte Pfarrerin Beate Dieckmann von der evangelischen Kirchengemeinde Randerath die Kirchenbesucher zur Veranstaltung Classics for Kids.

Im Rahmen der vielbeachteten Randerather Kirchenkonzerte führte die Pfarrerin ihre Zuhörer durch das Programm beim Kinderkonzert „Karneval der Tiere“, einer musikalische Suite des französischen Komponisten Camille Saint Saens. Für die musikalische Umsetzung sorgten Jan Trost (Cello) und Florian Koltun (Klavier) in exzellenter Weise.

Wie gebannt folgten die großen und kleinen Kirchenbesucher der verstellten Stimme der Pfarrerin, denn Beate Dickmann übernahm den Part der Erzählerin.

In dem Musikwerk, in dem vom Karneval der Tiere erzählt wird, treffen sich zum Höhepunkt des Festes die Tiere in einem Zirkuszelt. Dort treten nacheinander in 14 kleinen Musiksätzen Löwen, Hühner, wilde Pferde, Schildkröten und andere Tiere auf.

Vor jedem Satz führte Pfarrerin Dieckmann zur nächsten Tiervorstellung. Zusätzlich wurde eine Tierzeichnung mittels Beamer auf die Leinwand projiziert, so dass Hören und Sehen die Fantasie unterstützten. Die jeweilige musikalische Umsetzung war ein Genuss. Der unbeholfene Tanz der schwerfälligen Elefanten war ebenso erkennbar, wie das Verschnaufen der Kängurus, das wundervoll durch Klavier und Cello intoniert wurde. Das „Kuckuck rufen“ wurde bestens durch das Cellospiel vorgenommen.

Die zuhörenden Kinder stimmten mit eigenen Rufen dabei ein. Beim „Marsch des Löwen“imitierten Florian Koltun am Klavier und Jan Trost am Cello das Löwengebrüll durch schnelle auf- und abwärtsführende, chromatische Triolenläufe. Höhepunkte aber waren die Sätze, in dem die Bewegung des Wassers und der Fische im Aquarium sowie der Auftritt des Schwans musikalisch dargestellt wurden.

Insbesondere aber der Satz „Der Schwan“ stand stellvertretend als bestes Beispiel dafür, wie Musik vor dem inneren Auge das Schöne und Majestätische lebendig werden lassen kann. Das Gleiten des Schwans auf dem Wasser und das Cellospiel dieses Bildes waren eins. Dafür gab es Sonderapplaus.

Im Finale alle vereint

Im letzten Satz „Das große Finale“ führte der Komponist nochmals alle Tiere zusammen. Nach wenigen Takten mündeten die Einleitungstakte in einem sehr schnellen Galopp. Wer genau hinhörte, konnte erkennen, dass fast alle der präsentierten Tiere noch einmal einen kurzen Auftritt hatten.

Den Verantwortlichen ist es mit diesem Konzert wieder einmal gelungen, einen Kirchenbesuch attraktiv zu gestalten. So wird der Wunsch der Pfarrerin, dass man sich bald wiedersehe und auch im nächsten Jahr wieder ein spezielles Kinderkonzert geben werde, nicht auf taube Ohren stoßen.

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