Klangkunst-Festival: Musik und Malerei auf Haus Hohenbusch

Von: hewi
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„Farben hören. Musik sehen“: Auf Hohenbusch gab es interessante Events. Unter anderem wurde ein Triptychon gestaltet. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz-Hetzerath. Das Klangkunst-Festival „Im Dialog“ setzte neue Akzente für das kulturelle Angebot auf Hohenbusch. Organisatorin Eva Luise Bolarinwa zog eine positive Bilanz. Rund 250 Zuschauer konnten an den drei Veranstaltungstagen gezählt werden. Grund genug, um von einem erfolgreichen Start zu sprechen.

Bolarinwa ist Mitglied des „Trio Sonartis“, um das herum sich das dreitägige Musik- und Kunstevent gruppierte. Das Trio besteht seit 2009 und neben der Klarinettistin Bolarinwa besteht es aus der Cellistin Julia Bilat und Annas Guyénot am Klavier.

Fragen und Interesse

Das Konzept der dreitägigen Veranstaltung war die Zusammenführung von Musik, Erzählkunst und Malerei, ein Dialog von Tönen und Farben. Dabei konnten und sollten die Zuhörer auch neben dem Kunstgenuss eine Menge erfahren. So moderierte die Musikjournalistin Katherina Knees den Eröffnungsabend und das Publikum lernte, was ein „moderiertes Konzert“ ist.

Zu den musikalischen Einsätzen und Beispielen kamen Fragen zur Musik, mit denen die Musikjournalistin durch den Abend führte und manchen Zusammenhang klärte. Zu hören gab es Kompositionen des jungen Beethoven, von Alexander von Zemlinsky und des zeitgenössischen Komponisten Nino Rota, der auch Filmmusiken für Federico Fellini geschrieben hat. Dass das Spiel des Trios immer wieder unterbrochen wurde, störte die Zuhörer nicht. Sie stellten am Ende selbst viele Fragen. „Ich war erfreut, wie interessiert die Besucher waren“, erklärt Bolarinwa.

Tags drauf ging es mit einem Kunstworkshop für kleine Künstler weiter. Rund ein Dutzend Kinder malte unter Anleitung der beiden Künstlerinnen Gabriele Glang und Chaterine Aubelle und zum Musikspiel des Trios. Abends hieß es „Zauberklang und Liebesduft“ mit der Geschichtenerzählerin Christiane Willms. Sie entführte die Zuhörer in fantastische Welten, wobei die Musik vom Trio Sonartis den akustischen Rahmen bildete.

Ein künstlerischer Höhepunkt des Festivals war sicherlich der Abschlussabend. Unter dem Motto „Farben hören. Musik sehen“ wurden die Zuschauer Zeuge, wie zur Musik des Trios ein großformatiges Triptychon entstand. Dabei ließen sich Glang und Aubelle von der Musik inspirieren und setzten die Klänge optisch sichtbar auf der Leinwand um.

Bolarinwa war mit der Premiere ihrer Festivalidee zufrieden. „Ich habe zwar auf eine so gute Resonanz gehofft, aber nicht damit zu rechnen gewagt“, lautet ihr Fazit. Das nächste Klangkunst-Festival soll in zwei Jahren wieder auf Hohenbusch stattfinden.

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