Kirchernchor trägt Adventsstimmung in die Herzen

Von: Monika Baltes
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Wird im kommenden Jahr 165 Jahre alt: der Wildenrather Kirchenchor. Foto: Monika Baltes

Wegberg-Wildenrath. Zur Dämmerstunde ist es besonders schön in der Kirche St. Johannes Baptist in Wildenrath, sagen die Wildenrather. Die Fenster werden an guten Tagen von der Abendsonne durchflutet und verbreiten ein geheimnisvolles Licht. Zur Dämmerstunde hatte der Kirchenchor Wildenrath zu geistlicher Abendmusik zum Advent in die Kirche eingeladen.

Er wagte sich damit zum ersten Mal seit 15 Jahren außerhalb der Gottesdienste an die Öffentlichkeit. Chorleiter Heinz-Willi Kehren hatte den Chor zum Konzert ermuntert, und „die Damen mussten zuerst überzeugt werden, aber wir Männer haben uns durchgesetzt“, freute sich der Vorsitzende des Kirchenchores Hans-Willi Engelhardt.

„Wir Männer“, das sind inzwischen nur die beiden. 13 Chormitglieder, unter den Sängerinnen ist Hans-Willi Engelhardt Hahn im Korb. „Wir müssen an die Öffentlichkeit, um dem Mitgliederschwund zu begegnen“, ist er überzeugt. Immerhin habe der Chor große Ereignisse vor sich. 2017 wird der Kirchenchor 165 Jahre alt, 2018 feiert die Kirche ihr 900-jähriges Bestehen.

Ein halbes Jahr hatten die Sänger geprobt und sich für das Konzert Verstärkung geholt: Die Flötistin Rosi Hüllen-Zimmermann und die Gesanggemeinschaft „Immer Anders“ unter Chorleiterin Severine Joordens. Der Kirchenchor hatte sich auf klassische Adventslieder konzentriert. Dabei boten die Klassiker „O Heiland reiß die Himmel auf“, „Tochter Zion“ und „Wir sagen euch an den lieben Advent“ Gelegenheit zum Wechselgesang zwischen Chor und Zuhörern.

Moderner gestaltete sich der Programmteil der Gesanggemeinschaft „Immer anders“. „The Rose“ von Bette Midler, „May it be“ aus „Der Herr der Ringe“ und das „Halleluja“ von Jeff Buckley passten wunderbar zum Adventskonzert. Den besonderen Zauber der Blockflöte präsentierte Rosi Hüllen-Zimmermann gemeinsam mit dem Chor und solo mit „Maria durch ein‘ Dornwald ging.“

So voll ist die Wildenrather Kirche nur an hohen Feiertagen. Um die 100 Zuhörer hatten die Chance genutzt, für kurze Zeit inne zu halten und das Bündel aus geschäftigen Vorbereitungen abzulegen, damit der Advent nicht nur im Kopf ankommt, sondern auch im Herzen. Genau dabei erwiesen sich die Akteure der Abendmusik als zuverlässige Helfer mit berührenden Stimmen und gelungener Programmwahl.

Adventliche Stimmung machte sich breit in dem Kirchenraum mit Blick auf einen besonderen Adventsboten: der Vorhang, der ein Seitenschiff abteilt. Hier verbirgt sich im Advent die Wildenrather Krippe, die jedes Jahr neu gestaltet wird und bis zum Heiligen Abend das Geheimnis der Krippenbauer bleibt. Das Publikum jedenfalls war sich einig. Zu dieser Dämmerstunde am zweiten Advent war es besonders schön in der Wildenrather Kirche, auch ohne Abendsonne.

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