Kirchenfest mit reichlich Wehmut: 100-Jähriges in Keyenberg

Von: koe
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Das letzte runde Jubiläum: Weitere 100 Jahre wird die Kirche in Keyenberg angesichts des heranrückendes Braunkohletagebaus Garzweiler II wohl nicht überdauern. Foto: Stefan Klassen
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Ausgezeichnet: Beim Kirchenfest der Gemeinde Heilig Kreuz Keyenberg wurden mehrere verdiente Persönlichkeiten für ihr Engagement in der Kirche geehrt. Foto: Koenigs

Erkelenz-Keyenberg. „Wir werden die Kirche, das Dorf und die Menschen nie vergessen und immer in unseren Herzen tragen“: So schrieb es Hans-Josef Pisters in dem Buch „Pfarrkirche und Gemeinde Heilig-Kreuz in Keyenberg von 714 bis 2014“, das er zusammen mit Rainer Merkens verfasst hat und das im Mittelpunkt des diesjährigen Kirchenfestes stand.

Beim Fest rund um die schöne Kirche versammelten sich viele Gläubige, um zu feiern und die lange Geschichte des Gotteshauses Revue passieren zu lassen.

Blicke über die Börde

Im Anschluss an den Gottesdienst stand die 1914 fertiggestellte Kirche zur Besichtigung offen. Es konnten alte Messgewänder, Kelche und Monstranzen bestaunt werden. Und die bewegte Geschichte der Kirche konnten die zahlreichen Besucher anhand verschiedener Artikel, Fotos und Zeichnungen verfolgen. Zudem konnte der Glockenturm bestiegen werden, was den Besuchern so manchen spektakulär-schönen Blick über die Erkelenzer Börde bescherte. Der Musikverein St. Josef Keyenberg spielte überdies zum Frühschoppen auf.

Unmittelbar vor der Kirche standen Vertreter des Erkelenzer Heimatvereins und verkauften das von ihm erstellte Buch, in dem der Leser vieles über die mehr als 1000-jährige Geschichte der Gemeinde findet. Am Ende des Gottesdienstes, der von Werner Rombach und Alois Hüring zelebriert wurde, fand Ortsausschuss-Vorsitzende Agnes Maibaum viele Worte der Anerkennung für die Beteiligten am Buch und die Vorbereiter des Festes. Auf das Buch bezogen führte sie aus, „dass mit ihm etwas Bleibendes geschaffen wurde“. Sie bedankte sich beim Heimatverein und den Autoren Rainer Merkens und Hans-Josef Pisters sowie bei den Mitgliedern des Ortsausschusses, des Pfarrgemeinderates, des Kirchenvorstandes und der Küsterin.

Neuer Standort soll her

Bald werde die Keyenberger Kirche dem Braunkohletagebau Garzweiler II weichen müssen, betonte Agnes Maibaum. Sie forderte einen neuen Standort für ein kirchliches Gebäude. Vieles aus der jetzigen Kirche werde man nicht mitnehmen können, bestimmte Kulturgüter müssten jedoch aufbewahrt werden. Agnes Maibaum forderte die Entscheidungsträger auf, ein „Stück alte Heimat“ der Nachwelt zu erhalten.

Das Kirchenfest in Keyenberg wurde mit einer Vesper beendet und wird den Gläubigen noch lange in guter Erinnerung bleiben.

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