Erkelenz - Kirchenchor jubiliert mit Puccini und Bizet

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Kirchenchor jubiliert mit Puccini und Bizet

Von: hewi
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Kantor Stefan Emanuel Knauer freut sich auf ein großes Konzertereignis. Foto: Wichlatz

Erkelenz. Mit einem großen Festkonzert am Sonntag, 17. September, feiert der Kirchen- und Projektchor an St. Lambertus sein 125. Chorjubiläum. Auf dem Programm stehen zwei außergewöhnliche Werke, wie Kantor Stefan Emanuel Knauer vorab betonte.

Denn sowohl Giacomo Puccini (1858 – 1924) als auch Georges Bizet (1838 – 1875) werden weniger mit Kirchenmusik als mit der Oper in Verbindung gebracht. Vielleicht ist das der Grund, weshalb Bizets 1858 während eines Romaufenthalts komponiertes „Te Deum“ erst 1970 seine Uraufführung fand. Ähnlich erging es Puccinis „Messa di Gloria“, die 1880 komponiert und erst 72 Jahre später in Chicago aufgeführt wurde.

Bei dem Konzert unter Knauers Leitung werden neben dem Chor auch die Sopranistin Anja Eichhorn, der Tenor Salvatore Cordella sowie Manfred Bühl (Bass) und die Düsseldorfer Philharmonie mitwirken. „Das Publikum erwartet ein hochkarätiges Konzert, das in der Region seinesgleichen sucht“, ist sich Knauer sicher.

Die Verpflichtung Cordellas und Eichhorns verdankt der Chor dem Sänger Manfred Bühl. „Beide hört man sonst eher in der Mailänder Scala oder der Metropolitan Opera als in St. Lambertus“, weiß Knauer.

Der Erkelenzer Kirchen- und Projektchor zählt zu den Säulen der Kirchenmusik in der Region, betont Knauer. Der Chor wurde 1892 von Dr. Wilhelm Esser als Pfarr-Cäcilien-Verein und zunächst als reiner Männer- und Knabenchor gegründet. Um 1930 entwickelte sich der Chor zu einem gemischten Kirchenchor. Er wurde 1992 zum hundertsten Jubiläum mit der Palestrina-Medaille und 2015 vom damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck mit der Zelter-Medaille ausgezeichnet.

Seit 2007 wird der Chor von Kantor Knauer geleitet. Er setzte gezielt neue Impulse. Die Chorkonzerte im Rahmen des kirchenmusikalischen Programms an St. Lambertus haben den Kirchen- und Projektchor über die Grenzen der Region hinaus bekannt gemacht. Heute ziehen die Konzerte regelmäßig Besucher aus den benachbarten Großstadtregionen an.

Auch diesmal lädt Pfarrer Dr. Roland Scheulen wieder zu einem Einführungsvortrag zu den Werken des Festkonzertes ein. Der Chor wird mit 65 Aufführenden aller Altersklassen vertreten sein. Derzeit wird zweimal pro Woche geprobt. „Die Chormitglieder nehmen das Konzert sehr ernst. Einige fahren über 30 Kilometer, um an den Proben teilnehmen zu können“, betonte Knauer.

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