Wegberg - Kindertagesstätte der AWO feiert 20-jähriges Bestehen

Kindertagesstätte der AWO feiert 20-jähriges Bestehen

Von: Monika Baltes
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Spaß und Taktgefühl: Bei der Feier begeisterten die Kinder mit ihrem „Trommelzauber“. Foto: Monika Baltes

Wegberg. „Das ist ein Grund, auf die Pauke zu hauen“, freute sich Anne Hahn, Leiterin der integrativen Kindertagesstätte der AWO an der Freiheider Straße in Wegberg. Das 20-jährige Bestehen mit gleichzeitiger Einweihung der neuen Räume für die Betreuung der unter drei Jahre alten Kinder galt es gebührend zu feiern.

Und genau das taten die Kinder der Kindertagesstätte: auf die Pauke hauen. Auf Djembé-Trommeln aus Westafrika, um genau zu sein. Unter Anleitung von DJ Dr. Fofo und Bernhard Heitsch vom „Trommelzauber-Team“ entführten sie die Gratulanten, die zahlreich gekommen waren, in die pure Lebensfreude des afrikanischen Kontinents.

„Komm wir gehen nach Tamborena, alle Kinder dieser Welt…“ Begeistert trommelnde Kinderhände, liebevoll arrangierte Lieder, mitreißende Tänze – und schon bald war nicht mehr auszumachen, wer mehr Freude hatte: die begeisterten Kinder oder die hingerissenen Zuhörer.

Inklusion, ein Wort, das derzeit in aller Munde ist, wird hier schon seit 20 Jahren gelebt. Seit 1994 werden behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam betreut. Kinder fördern und fordern, damit sie zu starken Persönlichkeiten werden, ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, der sich die integrative Kindertagesstätte täglich stellt.

Zurzeit werden dort 47 Kinder, davon zehn behinderte und elf unter drei Jahren, betreut. Systematische Beobachtungen und individuelle Förderpläne, Sprachförderung und breite Vernetzung mit Fachleuten aller Art sowie Bewegung mit Musik gehören selbstverständlich zur pädagogischen Arbeit.

Der Vorsitzende des AWO-Kreisverbands Heinsberg, Hans-Josef Krawanja, bedankte sich beim gesamten Team. „Sie haben an verantwortungsvoller Stelle dazu beigetragen, dass die AWO hier in Wegberg für hervorragende pädagogische Arbeit bekannt ist.“

Von Beginn an dabei

Den Dank von Rat und Verwaltung der Stadt Wegberg für „konsequente und nachhaltige Arbeit“ überbrachte Bürgermeister Michael Stock. Und die Elternschaft überreichte einen Mispelbaum, „der wachsen und gedeihen möge – wie unsere Kinder“.

Anne Hahn betonte bei der Feierstunde, dass die „umfangreiche Veränderung in 20 Jahren Erziehungsarbeit vom gesamten Team mitgetragen und umgesetzt wurden“. Wie gut die Zusammenarbeit im Team funktioniert, mag die Tatsache belegen, dass gleich vier Mitarbeiterinnen 20-jähriges Jubiläum feierten, also seit dem ersten Tag dabei sind: Anne Hahn, Sybille Eßer, Birgit Jansen und Ulrike Wolters.

Auch baulich und räumlich hat die Kindertagesstätte sich verändert. Anbau- und Umbau, Renovierung und Anpassung an individuelle Bedürfnisse – das beutete eineinhalb Jahre leben mit einer Baustelle. „Es war eine anstrengende Zeit, erst Freitagabend haben die letzten Handwerker das Gebäude verlassen“, erläuterte die Leiterin der Einrichtung. Aber es hat sich gelohnt. Einladend und hell, mit viel Licht und zarten Farben, präsentieren sich die Räume. Besonders beliebt ist der lichtdurchflutete Speiseraum mit herrlichem Blick auf die Außenanlage.

Anne Hahn schmunzelte. „Die Kinder nennen den Raum Restaurant – und warten auf den Kellner.“

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