Kinderferienwerk reist in die Vergangenheit von Effeld

Von: Katharina Hensel
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Eine ereignisreiche Woche hatten die Kinder des Ferienwerks in Effeld unter dem Motto „Effeld vor 500 Jahren“ hinter sich. Insgesamt 105 Kinder webten und flochten ihre eigenen Körbe. Foto: Katharina Hensel

Wassenberg-Effeld. Zeitreisen sind eigentlich Zukunftssache, doch in Effeld wurde eine Zeitreise beim Kinderferienwerk gegenwärtig – und zwar zurück in die Vergangenheit. „Effeld vor 500 Jahren“ hieß das Motto und machte für 105 Kinder aus Effeld, Ophoven und Steinkirchen einen Einblick in die Zeit vor Technologie, fließendem Wasser und Strom möglich.

Nach dem Begrüßungsgottesdienst durch Pfarrer Thomas Wieners wurden die Teilnehmer in sechs Gruppen eingeteilt – der Spaß konnte losgehen: Die 3- bisbis 16-jährigen Kinder haben gewebt, Körbe geflochten, mit Rohmasse geknetet, Hütten aus Pappe gebaut und mit Farbe bemalt und Strohhäuser verziert. Auch die Jugendbetreuer Elena und Sarah (13 Jahre) waren sich einig: „Das Körbe flechten und die Häuser zu bemalen hat echt viel Spaß gemacht. Aber das Beste in dieser Woche war eigentlich, dass wir uns unter dem Sprenkler abkühlen konnten!“ Da wurde nämlich in diesem Jahr eine Ausnahme vom Motto gemacht – moderne Technologie und fließendes Wasser waren erlaubt, als die Freiwillige Feuerwehr Effeld mit einem Feuerwehrauto kam und den Schlauch ausrollte. Die Freude war riesengroß, wenn es wieder hieß „Wasser Marsch!“ und die Feuerwehr für eine gelungene Erfrischung sorgte.

Auch sonst konnten die etwa 20 Betreuer und Betreuerinnen den Kindern trotz der Hitze eine erlebnisreiche erste Ferienwoche bieten. Mit aufgespannten Sonnensegeln über dem ganzen Pfarrgarten und einer Wasserbütt in jeder Gruppe für die kleine Abkühlung zwischendurch ließen sich auch die Höchsttemperaturen ertragen. Anstatt sich über die enorme Hitze zu beklagen, war die Freude bei der Organisatorin Tanja Herfs groß: „Es war das erste Jahr seit vielen, in dem wir keinen Regen abbekommen haben. Sonst mussten wir immer Gewitterangst haben und wurden mindestens einmal nass. Auch lief dieses Jahr alles trotz der großen Teilnehmerzahl sehr entspannt ab – vielleicht hatten wir das auch der Hitze zu verdanken.“

Viele Traditionsspiele wurden in diesem Jahr nicht gespielt, weil keines davon das Spiel mit dem Wasser toppen konnte. „Neben dem Sprenkler von der Feuerwehr, für dessen Einsatz ich mich besonders bei Jürgen Sonntag bedanke, haben wir noch klassische Wasserschlachten gespielt mit Wasserpistolen aus Styropor, die wie Luftpumpen aussehen, und dann haben wir noch eine große Folie ausgelegt, damit die Kinder eine Art Wasserrutsche hatten. Sie waren einfach nur froh, wenn sie im Wasser waren“, so Organisatorin Tanja Herfs.

Am Donnerstag wurden wie jedes Jahr die Luftballons auf eine große Reise geschickt. Im vergangenen Jahr waren ganze 30 Postkarten zurückgekommen. Alle sind gespannt, wie viele es dieses Jahr werden. Freitagabend stand dann der große Discoabend auf dem Programm. Mit einer Nebelmaschine wurde auf der Bühne ausgelassen getanzt, Seifenblasen steigen gelassen und am Lagerfeuer Stockbrot zubereitet.

Am Samstag war das ganze Dorf zum großen Abschlussfest eingeladen. Viele Eltern, Großeltern und Freunde bestaunten im Pfarrgarten die tollen Ergebnisse der vergangenen Woche. Wie in jedem Jahr wurde der Garten zu einem kunterbunten Paradies für Kinder, das die vielen Besucher mit einem Gratis-Eis und einem Besuch in der Cafeteria genießen konnten.

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