Kinderbuchautorin Miriam Koch zu Gast in Grundschule Birgelen

Von: jwb
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Autorin Miriam Koch liest den Kindern der Grundschule Birgelen aus ihren Kinderbüchern rund um das Schaf Fiete Anders vor. Foto: J. Bindels

Wassenberg-Birgelen. Das rot-weiß-gestreifte Schaf Fiete Anders ist Erkennungszeichen der Grundschule Birgelen und zudem Symbol für den pädagogischen Leitgedanken der Schule, dass „Anders sein“ seinen akzeptierten Platz hat.

Miriam Koch, die Autorin der Bücher und Zeichnerin von Fiete Anders, war an zwei Tagen zu Besuch in der Schule und stellte allen Schulkindern bei einer kindgerechten Lesung ihre beiden Bücher vor

.„Dem Schaf Fiete begegnen unsere Besucher an vielen Stellen in der Schule. Wir haben ihm sogar unser Schullied gewidmet“, erklärte Schulleiterin Barbara Schillings die Bedeutung der Symbolfigur. Denn anders sein sei nicht schlecht. Irgendwie anders sei sogar spannend, gab sie das Motto der Schule wider. Mit der Autorenlesung würden die Kinder nun auch die Erfinderin des besonderen Schafs persönlich kennenlernen. Leseanreize schaffen und das Anderssein als Bestandteil des Lebens kennenlernen, dafür ständen auch die Geschichten rund um das Schaf.

„Ich war positiv überrascht, als die Kinder mich mit ihrem Schullied ‚Anders als du‘ empfingen“, bestätigte Koch. An zwei Tagen nahm sie sich Zeit, mit den Kindern und Fiete die Reisen des Schafes nachzuerleben. Mit multimedialen Anreizen von projizierten Bildern der Zeichnungen aus den Büchern, über passende Requisiten von den Orten, an denen Fiete zu Besuch war, bis zu einem geheimnisvollen Koffer voller Überraschungen, bot die Autorin viele Gesprächsanlässe über die bildlichen und sprachlichen Inhalte der beiden Kinderbücher.

Im ersten Buch wurde Fiete vorgestellt. Das rot-weiß-gestreifte Schaf erkennt, dass es anders aussieht, als alle anderen Schafe. Es ist ausgeschlossen und einsam. In dem es seine Umgebung anfängt zu erkunden, sieht es viele Dinge, die rot-weiß gestreift sind. Von der Bahnschranke, dem Leuchtturm und dem Strandkorb erkennt es seine Farben.

Wenn am Anfang Fiete noch abseits der anderen steht, so endet das erste Buch damit, dass Fiete mittendrin in der Schafherde gemeinsam mit den anderen spielt und von ihnen akzeptiert wird. Kind- und altersgemäß erschloss Koch im Austausch mit den Kindern die Geschichten aus dem ersten Buch. „Wie fühlt man sich, wenn man in einer fremden Umgebung alleine ist“, war ihr Impuls, die Kinder die Rolle Fietes nachempfinden zu lassen.

Das zweite Buch war dann auch Teil der Lesung. Methodisch geschickt baute Koch die Spannung auf, in dem sie aus dem Koffer einzelne Utensilien hervorholte, die Gegenstände der verschiedenen Geschichten aus dem Buch waren. Wie an einer unsichtbaren Schnur aufgereiht, ordneten die Kinder die Gegenstände bestimmten Oberbegriffen zu – Küste, Orient, Norden, Regenwald lauteten einige.

Eine motivierende Übung zur Schulung des Leseverständnisses, welches die Autorin damit praktizierte. Zudem erweiterte dieser Gesprächsaustausch der Kinder mit der Autorin den Wortschatz. Sturmflut, Meeresrauschen. Wüste, Nordpol, Regenwald, Muscheln, Austern, Quallen, Tau und der typisch orientalische Schnabelschuh waren nur einige, die den Inhalten des Buches zugeordnet wurden.

Mit ihrer besonderen Lesung ließ Koch die Kinder die Erfahrung machen, dass „Lesen wie Fernsehschauen im eigenen Kopf“ ist. Zwei Tage an der Schule in Birgelen, die ein gewinn war und den Beteiligten viel Spaß gemacht hat.

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