KG Hoppesäck: Wie einst die Musketiere

Von: Helmut Wichlatz
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Ein Lied vom Prinzen und dem Hofstaat: Prinz Heinz-Josef Brands (r.) macht auf der Bühne der Hoppesäck ordentlich Stimmung. Foto: hewi

Erkelenz-Lövenich. Bei ihrer Galasitzung in der gut besuchten Nysterbachhalle überzeugten die Hoppesäck wieder mit einer Mischung aus eigenen Kräften und externen Bühnenkünstlern. Das Tanzen überließen sie dabei wohlweislich ihren drei Garden und dem Herrenballett. Bei den Tänzerinnen setzen die Lövenicher auf die Kooperation mit den benachbarten Baaler Eierköpp.

Prinz Josef I. (Brands) ließ es sich zur Eröffnung der Sitzung nicht nehmen, für die versammelten Jecken ein Lied zu singen. Unterstützung erhielt er dabei von seinem Hofstaat, frei nach dem Sessionsmotto „Alle für einen, einer für alle, em Karneval met öch zesamme“. Das Motto erinnert nicht umsonst an die drei Musketiere, denn auch der Hofstaat selbst entsprach dem Motto und trat in entsprechender Montur auf.

Als „Musketier Artos“ zeichnet André Derouaux als Herr über die Dukaten verantwortlich. Wolfgang Plum, ansonsten als zweiter Vorsitzender der Hoppesäck bekannt, steht dem Prinzen in dieser Session als „Aramis“ und Zeremonienmeister zur Seite und Paul Dahmen ist als „Portos“ und Prinzenführer mit von der Partie.

Vervollständigt wird das Quartett – schließlich waren auch die Musketiere im literarischen Original zu viert – von „Mylady de Musketier“ durch die Prinzentochter Andrea-Debora Brands. Als Pagen stehen dem Prinzen die Brüder Mattes und Theo Jennissen zur Seite.

Im Laufe des Abends gaben sich die KG-eigenen Kräfte und externe Bühnenkünstler die heiße Bühne quasi in die Hand. Denn nachdem die Kölner Karnevalsurgesteine „Blom un Blömcher“, bekannt durch ihren Hit über die Geschlechtszuordnung des heimischen Federviehs, den Stimmungspegel hochgefahren hatten, präsentierte die dritte Garde ihren Gardetanz. Ihr folgten „Willi und Ernst“, ein Rentnerduo, das es faustdick hinter den Ohren und auf der Zunge hat.

Und wieder blieb keine Zeit zum Runterkochen, denn die zweite Garde drängte für ihren ersten Auftritt des Abends auf die Bühne und wurde jubelnd empfangen. Nach der Vorstellung der neuen Senatoren machte die erste Garde den Reigen voll und den Sack der Gardetänze zu. Nach „Kuhl un de Gäng“ und „Linus“ ging es mit den Showtänzen weiter. Garniert wurden sie durch hochkarätige Künstler wie „Et Kingelmännche“ Thomas Cüpper, den Botschafter der Liebe „Hastenraths Will“ alias Christian Macharski und den Trompeter Bruce Kapusta.

Nicht ohne die „Seitenspringer“

Bei einer Gala am Nysterbach dürfen die „Lövenicher Seitenspringer“ nicht fehlen. Und so präsentierte das Herrenballett auch diesmal wieder sein Können. „In Lövenich oder im All, Seitenspringer tanzen überall“ lautete ihr Motto.

Bevor die erste Garde mit ihrem rasanten Showtanz den Höhepunkt des Abends einleitete, begrüßte Sitzungspräsident Jürgen Drews den bekannten Comedian Knacki Deuser, der mit seiner Sendung „Nightwash“ dazu beigetragen hat, dass Stand-up-Comedy in Deutschland bekannt wurde. In der Nysterbachhalle bewies er, dass Schenkelklopfer und Hintersinn durchaus zusammenpassen.

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