Kerkever Jecke lassen es kräftig krachen

Von: anna
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Aus Leibeskräften sangen Prinz Theo I. und Prinzessin Hedwig (Ehepaar Eißen) mit ihren Adjutanten Dietmar Reibel (links) und Christoph Knoben (rechts) sowie den übrigen Mitgliedern des Prinzenteams den neuen Sessionsschlager zu Klängen der Höhner „Steiht op – maakt met“. Mit einem getanzten Karussell entführte die Showtanzgruppe der Kerkever Jekke (kleines Bild) die Zuschauer auf den Jahrmarkt. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Kirchhoven. „Die Bude ist rappelvoll!“, freute sich Johannes Geiser, der neue Präsident des Karnevalsvereins Kerkever Jekke, zu Beginn der Prunksitzung beim Blick ins große, voll besetzte Festzelt am Kirchhovener Freibad. In dieser kurzen Session sei keine Zeit zu verlieren. Jede Stunde und jede Sekunde für den Frohsinn zu nutzen, riet er den anwesenden Narren. „Lassen wir es krachen! Feiert mit uns eine große Party.“

Genau diese Atmosphäre bekam dieser Abend dann auch. Höhepunkte der Partystimmung waren die Proklamation am Anfang, der Empfang der Gastvereine zum Gesang des Kirchhovener Stimmungsduos Martin und Michael mittendrin und der Auftritt von „Hat Wat“ am Ende, wo sich einige Prinzenpaare noch einmal auf der Bühne einfanden und einfach nur noch fröhlich miteinander tanzten.

Heftig im Borussia-Park gejubelt

Zunächst galt es also, nach dem Abschied vom alten das neue Prinzenpaar zu proklamieren. Und das tat zur Überraschung von Prinz Theo I. und Prinzessin Hedwig (Ehepaar Eißen) der Chef des Polizeibeamten Theo Eißen und damit kein Geringerer als Landrat Stephan Pusch. Dass ihm beim Gebrauch des umgangssprachlichen Gebrauch des Ortsnamens von Kirchhoven, nämlich „Kerkeve“, die Betonung so gar nicht gelang und er sie statt aufs erste immer aufs zwei „e“ legte, musste er sich im Laufe des Abends noch mehrfach anhören.

„Als Chef des Prinzen ist es mir eine besondere Ehre, dass ich hier in Kirchhoven heute proklamiere“, startete Pusch in seine Rede. „Ein Prinzenpaar aus dem Endebruch, stand schon lang nicht mehr im Kerkever Narrenbuch“, bemerkte er. „Wie lange Theo dafür hat kämpfen müssen, die Geschichte glaub´ ich, wollt ihr gar nicht wissen.“

Die ein oder andere Anekdote hatte Pusch sodann auch parat, etwa die über den Prinzen: „Für die Fohlenelf macht er sich stark, verpasst kein Heimspiel im Borussia-Park. Doch beim Jubeln ist ihm, das ist nicht gelogen, schon mal die Geldbörse weggeflogen.“ Und eine zur Prinzessin: „Egal ob Fleisch, ob Wild, ob Fisch, ein Lebensmittel, das gehört bei Hedwig zum Standard auf dem Tisch. Ein Ouzo mit fünf Sternen, der muss es sein. Ob früh oder spät, unsere Prinzessin schenkt ein.“

Wenn ein Traum wahr wird

Nachdem der Landrat Zepter an den Prinz und Blumen an die Prinzessin übergeben hatte, stieg der Prinz in die Bütt. Schon lange habe er sich den Traum erfüllen wollen, Prinz der Kerkever Jekke zu sein, erklärte er. „In dieser Session ist es endlich so weit, weil meine liebe Prinzessin Hedwig mir zum zweiten Mal das Jawort gegeben hat“, erklärte er. „Ein Traum wird wahr, wir sind bereit, für uns kommt nun die Narrenzeit“, lautet entsprechend auch das Motto der beiden.

Der Dank des Prinzen ging an ein ganzes Team, zu dem nicht nur Adjutanten, sondern auch eine Fahnenabordnung, ein Zepterwächter und ein Fahrer gehören, sondern auch an das jecke Stimmungs-Duo mit Martin Knop, der den neuen Sessionsschlager getextet, und mit Michael Pelzer, der ihn aufgenommen hatte. Zur Musik des Höhner-Lieds „Steh auf – mach laut“ sang das Prinzenpaar dann zusammen mit dem Publikum im Zelt „Steiht op – maakt met“.

Eisbrecher in der Bütt war Franz-Josef Frings aus Düren als „Et Lisbeth“, das mit An- und Einsichten aus der Welt der „emanzipanisierten“ Frau die Lachmuskeln schon ganz gut zu kitzeln wusste. Gags und dazu Gesang am laufenden Band, ganz wie früher einmal das Colonia-Duett, lieferte das Duo „Die Heiopais“ aus Neuss.

Einen für eine Karnevalssitzung nicht so ganz üblichen Programmpunkt brachte Philipp Dammer aus Bochum mit nach Kirchhoven. Er jonglierte zu frecher Comedy mit seinen Keulen, gar auf einem Einrad oder ließ sie brennend sogar über seinen Kopf wirbeln.

Dass sich die Kirchhovener Karnevalisten nicht um ihren Nachwuchs sorgen müssen, bewiesen die kleine und die große Garde, die Mariechen Elisa Laumen, Nele von der Ruhren und Lorraine Krichel und die Showtanzgruppe, die das Zelt in einen Jahrmarkt verwandelte. Zum Gelingen der Sitzung trug schließlich auch das Stadtprinzenpaar mit seinem Besuch bei, zudem das Unterbrucher Männerballett „Schöppendales“, in dem mit Dr. Willbert von Berg der Chef der Prinzessin tanzt, und die Band „Hat Wat“ zum Finale.

Musikalisch engagierten sich natürlich auch dieses Mal wieder der Spielmannszug bei Einzug und Bühnenspiel sowie der Musikverein als Sitzungskapelle.

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