Erkelenz - Keine Einigung in Sachen Johanniter-Kita

Keine Einigung in Sachen Johanniter-Kita

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:

Erkelenz. Im Jugendhilfeausschuss standen die Kindergärten auf der Tagesordnung.

Beim Johanniter-Kindergarten auf dem Oestricher Kamp ist immer noch keine Entscheidung getroffen, wie der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen zu berichten wusste.

Die Stadt sei bereit und in der Lage, die Trägerschaft zu übernehmen, wenn die Johanniter ihrerseits nicht einlenkten und an der Kündigung festhielten. Die entsprechenden Kosten seien im Haushaltsentwurf für das kommende Jahr schon ausgewiesen.

Im Mai hatte der Regionalverband der Johanniter-Unfallhilfe mit Verweis auf die zu erwartenden hohen Sanierungskosten des Gebäudes die Trägerschaft zum Ende des laufenden Kindergartenjahres (31. Juli 2016) gekündigt. Ein Schritt, über den weder die Eltern und Mitarbeiter des Kindergartens noch die Stadt sonderlich erfreut waren. Über den Verlauf der derzeit noch laufenden Gespräche zwischen der Stadt und den Johannitern sagte Gotzen zumindest im öffentlichen Teil der Sitzung nicht viel. Allerdings „formuliert der Träger zurzeit ausdrücklich die Hoffnung, dass er in der Trägerschaft bleiben kann“, sagte Gotzen.

Erfreulicher war hingegen, was Gotzen über den katholischen Kindergarten in Holzweiler und die zukünftige ebenfalls katholische Kindertagesstätte in Borschemich (neu) berichtete. In beide investiert die Stadt die für 2016 zugesagten Bundesmittel zum Ausbau der U3-Betreuung in Höhe von 108.000 Euro. Die Einrichtung in Holzweiler wird ertüchtigt, in Borschemich (neu) wird eine neue Einrichtung entstehen, die mit Beginn des Kindergartenjahres 2016/17 zur Verfügung stehen soll. Sie soll die Einrichtung in Keyenberg ersetzen, wenn diese wegen des Braunkohletagebaus in einigen Jahren geschlossen wird.

Da der neue Ort in direkter Nachbarschaft zu Borschemich (neu) entstehen wird, war es logisch, schon jetzt für die Betreuung am neuen Standort zu sorgen. Zumal mit der frühzeitigen Errichtung, auf die sich Stadt, Kirche und RWE einigen konnten, der Bedarf an zentrumsnahen Kindergartenplätzen befriedigt wird.

Die Keyenberger Einrichtung wird bis zur Räumung des Ortes in Betrieb bleiben. Daher wird die Stadt die Trägerschaft kommissarisch übernehmen, da der Kirche der zeitgleiche Unterhalt beider Standorte erspart bleiben soll.

Die Anschaffung von Mobiliar wird darüber hinaus mit 40.000 Euro bezuschusst. Die neue Einrichtung in Borschemich (neu) soll Kindern von Umsiedlern und Kindern aus der Stadtmitte gleichermaßen zur Verfügung stehen. Bis sie bezugsfertig ist, bietet die Stadt in der Pestalozzischule eine Vorläufergruppe an.

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