Kein Glasfasernetz in fünf Erkelenzer Orten

Von: Ingo Kalauz
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Rund 700 Bürger aus Erkelenzer Stadtteilen bekommen kein schnelleres Internet. Foto: dpa

Erkelenz. Das Unternehmen Deutsche Glasfaser wird die Ortschaften Venrath, Holzweiler, Katzem, Kleinbouslar und Teile von Lövenich nicht mit schnellen Internetanschlüssen versorgen. Davon betroffen sind etwa 700 Kunden.

Seit rund vier Jahren ist die Deutsche Glasfaser auf Basis eines geschlossenen Rahmenvertrages auf dem Gebiet der Stadt Erkelenz tätig; das Unternehmen hat in dieser Zeit nach eigenen Angaben circa 6000 Anschlüsse in Erkelenz hergestellt. „Leider ist seit 18 Monaten der Prozess bei den noch beabsichtigten und abgestimmten Projekten in Venrath, Holzweiler, Katzem, Lövenich, Kleinbouslar sowie in den durch die NEW bereits mit Leerrohr versorgten Neubaugebieten in Gerderath „An der Burg“ und in Schwanenberg „Tichelkamp“ zum Erliegen gekommen“, schreibt die Deutsche Glasfaser auf ihrer Internetseite.

Aus diesen Bereichen seien nach Unternehmensangaben erhebliche Beschwerden der Bevölkerung eingegangen. Sehr erbost reagierten die betroffenen Bürger über das immer wieder Nicht-Einhalten der von der Deutschen Glasfaser zugesagten Termine für den Beginn der Baumaßnahmen und auch darüber, dass wochen- und monatelang überhaupt keine Antworten der Deutschen Glasfaser erfolgt seien.

Nach Ablauf der für den Ausbau von Venrath gesetzten Fristen hat Bürgermeister Peter Jansen (CDU) sich schriftlich an die Leitung des Unternehmens gewandt und in dem Schreiben festgestellt, dass mit dieser Art des Umgangs dokumentiert werde, dass scheinbar kein Interesse mehr an der Zusammenarbeit aufgrund der vertraglichen Regelung bestünde. Daher solle die formelle Beendigung des Vertrages angegangen werden.

Ende Juni hat dann im Erkelenzer Rathaus ein Gespräch zwischen dem Geschäftsführer der Deutschen Glasfaser aus der Zentrale in Borken sowie Bürgermeister Jansen stattgefunden. Das Ergebnis: Das bisher praktizierte Verfahren sei wegen der „mächtigen Betonschichten“ der Anlage in den betroffenen Ortschaften Venrath, Holzweiler, Katzem, Lövenich und Kleinbouslar aus betriebswirtschaftlichen Gründen seitens der Deutschen Glasfaser nicht weiter zu vertreten.

In einem Schreiben vom 23. Juni hat der Geschäftsführer einen Vorschlag für die Ausbaumethode der restlichen Projekte auf Erkelenzer Stadtgebiet gemacht. Das Tiefbauamt und der Technische Beigeordnete Ansgar Lurweg haben sich mit dem Vorschlag auseinandergesetzt und sind zu dem Schluss gekommen, dass die von der Glasfaser angebotene Ausbauvariante nicht akzeptiert werden könne.

„Daher ist davon auszugehen, dass die Projekte seitens der Deutschen Glasfaser nicht mehr umgesetzt werden und die Restabwicklung des Vertrages angegangen wird“, schreibt die Glasfaser. In einem weiteren Schreiben allerdings hat die Deutsche Glasfaser den Ausbau für das Neubaugebiet in Gerderath zugesagt sowie für das Neubaugebiet Tichelkamp in Schwanenberg in Aussicht gestellt.

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