Kein Defekt, aber zwei Rücktritte am Freibad Kirchhoven

Von: anna
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Neben der Wand im Freibad wurden auch alle Mülleimer durch die Kinder der Kirchhovener Brunnenschule bunt bemalt. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Kirchhoven. Nach dem Schock eines zweifachen Chlorgas-Alarms im Kirchhovener Freibad am Samstagabend und am Sonntagmorgen hat ein Unternehmen für Schwimmbadtechnik die Chlorgas-Anlage am Sonntag, während das Bad geschlossen blieb, eingehend untersucht.

Ein Defekt konnte nicht festgestellt werden, wie der Förderverein als Betreiber des Bades am Montag mitteilte. Das Bad ist seit Montag wieder normal geöffnet.

Während des ersten Alarms am Samstagabend befanden sich Vorstandsmitglieder noch auf dem Gelände, weil sie zu einer Sitzung zusammengekommen waren. Dabei galt es zum einen, Resümee zu ziehen nach der ersten Betriebswoche. Zum anderen aber ging es auch darum, den Vorstand nach dem Rücktritt zweier führender Mitglieder neu aufzustellen.

Ralf Müller, bisher Vorsitzender des Vereins, und Heinz-Hubert Philippen, bisher Kassierer, gaben ihren Rücktritt in einem Schreiben an unsere Zeitung bekannt. Einen Grund dafür nannten sie nicht, wünschten dem Verein, vor allem den freiwilligen Helfern und der Bevölkerung jedoch „weiterhin gutes Gelingen, gutes Badewetter und einen tollen Erfolg für diese und die kommenden Badezeiten“. Während Philippen derzeit schwer erkrankt ist, äußerte sich Müller auf Nachfrage unserer Zeitung: „Die Parameter des Miteinanders stimmten nicht mehr“, bleibt er jedoch sehr abstrakt. Er habe andere Ansprüche an die Umsetzung gehabt, erklärt er, und dann: „Vielleicht haben wir die Messlatte auch zu hoch gehängt.“ Es gebe keinen handfesten Streit, es gehe allein um die sachliche Umsetzung.

Auf seiner Internetseite dankt der Verein den beiden zurückgetretenen Vorstandsmitgliedern „für ihr außergewöhnliches Engagement“. Die bisherigen Vertreter Marita von den Driesch und Norbert Doutrelepont würden nun vorübergehend die Ämter der Vorsitzenden und des Kassierers ausüben. Am Wochenende kam der Vorstand zusammen, um über eine Neuausrichtung zu beraten und Aufgaben neu zu verteilen. „Wir waren bisher in einer Aufbauphase und haben quasi Pionierarbeit geleistet“, erklärt Pressesprecher Laury Hubert. „Jetzt geht es weiter im operativen Geschäft.“

Noch vor den Sommerferien sollen die Mitglieder des Vereins zu einer Versammlung eingeladen werden, während der ein neuer und wie Hubert erklärte, verkleinerter Vorstand gewählt werde. Der aktuelle Rücktritt von zwei Vorstandsmitgliedern habe auf den Fortbestand von Verein und Freibad keinerlei negative Auswirkungen, versicherte er. „Wir sind personell sehr gut aufgestellt.“

Sehen lassen kann sich laut Vereinsvorstand das Ergebnis der ersten Woche Badebetrieb: Mehr als 300 Saisonkarten seien schon verkauft, die Zahl der täglichen Besucher sei sehr erfreulich und auch der Umsatz im Kiosk entwickle sich „prächtig“, freut sich Hubert. Immer donnerstags lädt der Verein jetzt zum „Pianocafé“ mit Kaffee und Kuchen auf die Terrasse des Freibads ein. Livemusik gibt es dann von Pianist Oliver Wessel. Auch Nichtschwimmer sind dazu herzlich eingeladen. Sie müssen keinen Eintritt bezahlen, wenn sie nicht schwimmen gehen, sondern nur ihre Freizeit in der Freibadgastronomie verbringen wollen.

Noch bunter als es viele von den Eröffnungsfeierlichkeiten her kennen, präsentiert sich den Besuchern auch das übrige Freizeitgelände. Grund dafür ist das Engagement von Kindern der Grundschule vor Ort, der Brunnenschule.

So haben sich die Kinder, die sonst auch nachmittags betreut in der Schule bleiben, mit ihrer Betreuerin sowie Farbe und Pinseln auf den Weg ins Freibad gemacht und dort eine ganze Wand im Bereich des Kinderbeckens bunt gestaltet mit der Aufschrift „Flamingobeach“. Ein Flamingo, wie er auch im Becken steht, symbolisiert dabei den Anfangsbuchstaben des Wortes. Darüber hinaus haben die Kinder insgesamt elf Abfalleimer, die auf dem gesamten Freibadgelände verteilt sind, nicht nur bunt lackiert, sondern obendrauf auch noch mit allerlei bunten Motiven bemalt.

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