Karrneval und Krimi klasse kombiniert

Von: hewi
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Krimi und Karneval vereint auf der Bühne: Autor Kurt Lehmkuhl und die Gruppe „Hätzblatt“. Foto: Wichlatz

Erkelenz. Die musikalische Lesung bei „Müller‘s Platz“ war binnen weniger Tage ausverkauft. Kein Wunder, denn mit dem Krimiautor Kurt Lehmkuhl und der Band „Hätzblatt“ hatten sich zwei Partner gefunden, die über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt sind und für ausgezeichnete Unterhaltung stehen.

Mit „Mord und Musik“ schlugen sie die Brücke zwischen Krimi und Karneval. Eine Verbindung, die durchaus funktioniert. Lehm-kuhl las aus seinem Roman „Printenprinz“, in dem ein Aachener Unternehmer ein Sakrileg begehen will: Er will Kölner Karnevalsprinz werden. So weit kommt Peter von Sybar jedoch nicht, denn auf der Autobahn zwischen Aachen und Köln wird er erschossen. Nun ist es an Kommissar Böhnke, dem Protagonisten vieler Lehmkuhl-Krimis, Licht in die närrische Dunkelheit zu bringen und den Mord aufzuklären. Lehmkuhls Aufgabe war es, die Passagen aus seinem Roman so zu wählen und vorzutragen, dass „Hätzblatt“ wie auf Stichwort mit dem jeweiligen Lied einsteigen konnten.

Ihr erster Einsatz war dementsprechend „Ich wünsch mir, einmol Prinz zu sin“. Es folgten aufs Stichwort immer wieder passende Lieder wie „Hätz am rechten Fleck“ oder „Tumadatama“ – alles Stücke, die man als Karnevalist nicht nur in Erkelenz kennt, sondern auch in den närrischen Hochburgen.

Da war es schon fast zwangsläufig, dass die Gruppe um Christopher Viehausen auch im Roman Lehmkuhls Erwähnung findet. Ebenso „Et Zweijestirn“, die es aus Erkelenz ebenfalls in die weite närrische Welt geschafft haben. Nur das „Rurtal Trio“ hatte der Autor kurzerhand in „Wurmtal Duo“ umbenannt, nachdem sich Mahoni und Brüh getrennt hatten.

Lehmkuhls Ermittler Böhnke ist ein echter Karnevalsmuffel. Dementsprechend ist er nicht so glücklich darüber, dass er auf viele Karnevalssitzungen gehen muss. Im heimischen Huppenbroich ebenso wie in der Wiege des Kölner Karnevals, dem Gürzenich...

Lehmkuhl verstand es gut, die Geschichte so anzureißen, dass das Interesse der Zuhörer geweckt war, ohne dabei jedoch etwas über die Tat, das Motiv oder gar den Täter zu preiszugeben. Gelegentlich kam auch die Nebelmaschine zum Einsatz, was den Vortrag der Geschichte nicht zwangsläufig erleichterte. Passend zu seinem Auftritt in Lehmkuhls Geschichte war Road-Manager Markus Effertz auch mit den „Hätzblatt“-Fanartikeln dabei, um sie unter das närrische Volk zu bringen.

Nach rund zwei Stunden und ei ner Zugabe war der kriminell-karnevalistische Spuk erst einmal vorbei und das Publikum hellauf begeistert. „Wir haben ein Experiment gewagt, das aber erfolgreich war“, fasste Lehmkuhl im Nachgang den Abend zusammen. Einer Wiederholung stünde sicher nichts im Wege.

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