Karl D. in geschlossene Therapie?

Von: disch
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Heinsberg. Sollte Karl D., der aus der Haft entlassene und weiter als gefährlich eingestufte Sexualstraftäter, auch nach den ausstehenden Gerichtsentscheidungen auf freiem Fuß bleiben und auf Dauer bei seinem Bruder in Heinsberg-Randerath leben wollen, weiß auch Landrat Stephan Pusch nicht, „wie das weitergehen soll”.

Solange er als Leiter der Kreispolizeibehörde dies entscheiden könne, würde es dann weiter und auf Dauer eine Observation rund um die Uhr geben. „Ich sehe dazu keine Alternative”, sagte Pusch, der allerdings darauf verwies, dass die Polizei im Kreis Heinsberg dies nicht alleine leisten könne. „Vielleicht wäre ja eine geschlossene Therapie, in die er sich dann allerdings freiwillig begeben müsste, eine Lösung. Ich helfe gerne dabei, einen Kostenträger zu finden.”

Pusch hofft jedenfalls, dass eine Aussage von Karl D. in Fernsehinterviews, zu einer Therapie bereit zu sein, „nicht nur ein Lippenbekenntnis ist”. Bayerische Medien berichteten, Karl D. habe - entgegen seiner jetzigen Darstellung - in der 14-jährigen Haftzeit stets eine Therapie abgelehnt. Die Staatsanwaltschaft habe dies als wichtiges Indiz für die Unbelehrbarkeit des Mannes angesehen.

Der Landrat unterstrich noch einmal, dass die Kreispolizeibehörde in Kontakt mit Karl D. und der Familie stehe. „Ich habe keine Berührungsängste”, sagte Pusch und signalisierte, dass er zu einem Gespräch mit dem Mann und den Angehörigen bereit sei, dies allerdings derzeit nicht für dienlich halte. „Im Moment ist die Atmosphäre zu aufgeheizt.”

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