Karl D. ab Donnerstag in Anstalt untergebracht

Von: gego
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Aachen. Nach seiner gescheiterten Aufnahme in die LVR-Kliniken in Düren ist am Mittwoch die Unterbringung des Sexualstraftäters Karl D. in einer anderen geschlossenen Einrichtung in NRW vereinbart worden. Dort hatte es zuvor Gespräche über die Modalitäten seiner Therapie gegeben.

Am Mittwochabend stimmte Karl D. nach Informationen dieser Zeitung dann seiner Aufnahme zu. Am Donnerstagvormittag soll er überstellt werden. Sein Aufenthalt in der nicht genannten Einrichtung sieht vor, dass er das Gebäude nach vorheriger Anmeldung tagsüber verlassen darf; die Polizei wird ihn bei seinen Ausgängen überwachen, bis er in die Anstalt zurückkehrt.

Die Teilnahme an den therapeutischen Angeboten ist freiwillig, da Karl D. seine Haftstrafen verbüßt hat. Nach Auskunft seines Anwalts Wolfram Strauch sei „sein Wille zur Therapie aber aufrichtig”.

Unterdessen hat Karl D. am Mittwoch das Hotel in Würselen, in dem er seit Samstag gewohnt hatte, verlassen müssen. Abends war die Polizei auf der Suche nach einer neuen Unterkunft, um D. vor Fotografen einer Boulevardzeitung zu schützen. Der Versuch, ihn in einem Hotel in der Nähe des Aachener Tivoli unterzubringen, blieb offenbar nicht lange geheim. Am späten Abend fand die Polizei dann ein anderes Hotel.

Zur gescheiterten Aufnahme Karl D.s in die Dürener Klinik des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) erklärte dessen Sprecherin Katharina Landorff, dass Karl D., sein Aachener Psychotherapeut und die Ärzte in Düren am Dienstag übereingekommen seien, dass es keinen Grund gebe, Karl D. in eine geschlossene psychiatrische Anstalt einzuweisen.

Diese Diagnose würde sich mit der des Aachener Klinikums vom vergangenen Samstag decken. D.s Anwalt, Wolfram Strauch, hatte im Gegensatz zu Landorffs Darstellung mitgeteilt, seinen Informationen nach hätten sich die LVR-Kliniken auf eine Weisung vom NRW-Gesundheitsministerium und dem Klinikträger berufen, Karl D. nicht in Düren aufnehmen zu dürfen.
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