„Karl-Arnold“ wird nachts zur Tempo-30-Zone

Von: Rainer Herwartz
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Mit Verbotsplakaten in den Fenstern protestieren Anwohner der Karl-Arnold-Straße gegen den Lkw-Verkehr. Foto: Herwartz
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Ingeborg Jansen weist auf Schäden hin.
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Auch Heidrun Kricke findet von Lkw verursachte Schäden in der Straße. Foto: Herwartz

Heinsberg-Oberbruch. Die Karl-Arnold-Straße in Oberbruch sorgt für Bewegung – und das nicht nur in verkehrstechnischer Sicht. Schon im November letzten Jahres hatten zahlreiche Anwohner mobil gemacht und dem Landrat des Kreises Heinsberg rund 100 Unterschriften als Zeichen des Protests gegen die ihrer Meinung nach unhaltbaren Zustände übergeben.

Rund 16.000 Fahrzeuge rauschten pro Tag über die K 5 dicht an den Gebäuden vorbei und ließen diese erbeben, was schon zu zahlreichen Schäden geführt habe. „Für uns ist der Ausbau der Industriestraße derzeit geradezu ein Segen, weil nun viele die Strecke meiden“, sagt Ingeborg Jansen. Ansonsten habe sich aber nichts Gravierendes getan, um der Lärmbelästigung und den Erschütterungen entgegenzuwirken.

Deshalb haben die Anwohner sich nun ein im wahrsten Sinne des Wortes plakatives Mittel ausgedacht, um erneut auf ihre prekäre Situation aufmerksam zu machen. Mit selbst gefertigten Verbotsschildern in den Fenstern ihrer Häuser erklären sie unmissverständlich: Lkw-Fahrverbot auf der Karl-Arnold-Straße – jetzt!

Bürgermeister Wolfgang Dieder hatte in einem Schreiben an Hei-drun Kricke, eine der Betroffenen, mitgeteilt: „Hinsichtlich des Verkehrsaufkommens ist davon auszugehen, dass nach Fertigstellung der K5-Umgehung Kirchhoven im Frühjahr Teilströme des Verkehrs von der Karl-Arnold-Straße in westliche Richtung auf die B 221 - K 5 (Umgehung Heinsberg und Kirchhoven) verlagert werden.“ Die Höhe der Entlastung, das räumt Dieder allerdings ein, sei jedoch nur schwer zu prognostizieren, „da beispielsweise die Aktualisierung der Navigationssysteme nur zeitverzögert bei den Fahrzeugnutzern zur Verfügung steht“. Eine weitere Minderung des Verkehrsaufkommens erwartet Dieder nach Inbetriebnahme der parallel zur Karl-Arnold-Straße verlaufenden Bahnlinie Lindern-Heinsberg im Sommer.

Da die „überörtliche Bedeutung der K 5, mit der sie auch im Verkehrsentwicklungsplan dargestellt ist“, sicher bleiben werde, wie es schon Kreispressesprecher Ulrich Hollwitz Ende des Jahres erklärte, wird aus dem Lkw-Verbot, das sich die Anwohner erhoffen, nichts werden.

Vielleicht wird sie jedoch ein wenig besänftigen, was Ordnungsamtsleiter Wolfgang Paulus auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte. Demnach soll die Karl-Arnold-Straße zukünftig in Fahrtrichtung Heinsberg vom Sternhaus bis zur Ulmenstraße und von Heinsberg in Richtung Oberbruch, beginnend 100 Meter vor der Ulmenstraße, bis zum Sternhaus in der Zeit zwischen 22 Uhr und 6 Uhr zur Tempo-30-Zone werden.

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