Karl-Arnold-Straße: Bald soll es weniger Lärm geben

Von: disch
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Eine der meistbefahrenen Kreisstraßen ist die Karl-Arnold-Straße im Heinsberger Stadtteil Oberbruch. Foto: defi

Heinsberg. „Dann fällt schon mal ‘ne Tasse aus dem Regal“: So lautete eine Schlagzeile im November 2012. Damals hatten sich Anwohner der Karl-Arnold-Straße (Kreisstraße 5) in Oberbruch über Lärmbelästigung und Erschütterungen durch den Lkw-Verkehr beim Landrat beklagt.

Als unrealistisch war von der Kreisverwaltung damals der Wunsch nach einem Durchfahrtsverbot für Lkw in den Nachtstunden bezeichnet worden – angesichts der überörtlichen Bedeutung dieser Straße als Verbindung zwischen der Innenstadt und der Autobahnanschlussstelle Dremmen sowie als Erschließungsstraße für Gewerbegebiete wie den Industriepark Oberbruch.

Aber zumindest wurde von der dafür zuständigen Stadt Heinsberg auf einem Teilstück dieser Straße nachts – von 22 bis 6 Uhr – Tempo 30 für Lkw angeordnet. Verwiesen wurde damals in einer Sitzung des Kreises darauf, dass aufgrund des sehr schlechten Straßenzustandes eine Sanierung geplant sei. Jetzt nimmt die Planung für den Um- und Ausbau der K5 konkrete Formen an. Sie soll im Ausschuss für Umwelt und Verkehr, der am Donnerstag um 17 Uhr im Heinsberger Kreishaus tagt, vorgestellt werden.

„Aufgrund des gegenwärtigen Zustandes des Straßenkörpers besteht erheblicher Bedarf einer grundhaften Sanierung“, heißt es in der Vorlage der Kreisverwaltung für den Umwelt- und Verkehrsausschuss. Durch Um- und Ausbau von Straßentrasse und Nebenanlagen auf 1,4 Kilometern Länge solle ferner erreicht werden, „die derzeit bestehenden Belastungen der Anwohner durch den Straßenverkehr zu verringern“.

Insbesondere sollen nach Angaben der Verwaltung durch Einengung der Fahrbahnbreite von derzeit zehn Meter (einschließlich Mehrzweckstreifen) auf zukünftig sieben Meter sowie Herstellung eines lärmarmen Fahrbahnbelages die Lärmemissionen merklich reduziert werden.

Zusammen mit der Stadt Heinsberg, die für den Umbau der bestehenden Gehwege Baulastträger sei, sei geplant, innerhalb der bestehenden Grundstücksgrenzen die Fahrbahnbreite der Karl-Arnold-Straße auf zukünftig sieben Meter zu reduzieren und anstelle der vorhandenen beidseitigen Mehrzweckstreifen sogenannte Einrichtungsradwege (Nutzung nur in einer Richtung) anzulegen. Diese Umgestaltung der Gesamtverkehrsfläche soll nicht zuletzt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen.

Nach dem aktuellen Straßenbauförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen ist laut Kreisverwaltung für den Um- und Ausbaumaßnahme der Karl-Arnold-Straße mit dem Zuwendungsbescheid des Landes in der zweiten Hälfte dieses Jahres zu rechnen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,537 Millionen Euro ohne Gehweganlagen; die erwartete Zuwendung wird mit rund 1,649 Millionen Euro beziffert.

Informationsveranstaltung

Nach Vorlage des Zuwendungsbescheides des Landes über die Fördermittel wollen die Stadt und der Kreis als Baulastträger, vor Ausschreibung der auszuführenden Bauleistungen gemeinsam mit dem beauftragten Planungsbüro die Anwohner der Karl-Arnold-Straße über die vorgesehenen Aus- und Umbauarbeiten in einer Veranstaltung informieren.

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