Kardiologie-Fachtagung: Mit der Entwicklung zufrieden

Von: hewi
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Erkelenz. Seine Kompetenz im Bereich der Kardiologie präsentierte das Hermann-Josef-Krankenhaus bei der 13. Kardiologie-Fachtagung für Ärzte und Fachpflegekräfte in der Stadthalle. Unter anderem wieder mit zwei Liveübertragungen aus dem OP, eine Verödungsbehandlung und eine 3D-Echokardiographie.

Darüber hinaus standen Fachvorträge über spezielle Themen der Behandlung und Notfallversorgung auf dem Programm. Die Veranstaltung ist in der Fachwelt anerkannt, wofür auch die Teilnehmerzahl von rund 250 Ärzten und Fachpflegern sprach. Chefarzt Dr. Klaus-Dieter Winter und der Verwaltungsleiter des Hermann-Josef, Jann Habbinga, sind zufrieden mit der Entwicklung der Kardiologie in Erkelenz.

„Mit dem Ausbau der Kardiologie hat sich das Krankenhaus den Anforderungen der Zukunft gestellt“, erklärte Habbinga. Ein weiterer Ausbau der Intensivabteilung wird zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten erschließen.

Die Erfolgsgeschichte in Erkelenz begann 2003 ganz klein, wie sich Winter erinnert. In den zurückliegenden zwölf Jahren hat sich die Kardiologie kontinuierlich ausgebaut und erweitert. Die Erfolge können sich sehen lassen und sind messbar. So hat die AOK Rheinland der Erkelenzer Kardiologie 2014 eine „überdurchschnittliche Qualität“ bescheinigt.

Erkelenz gilt als gute Adresse

Die Gesellschaft für Kardiologie sieht Erkelenz in der Disziplin im Vergleich im oberen Viertel. Dies beziehe sich auf die Anzahl der Eingriffe und Behandlungen sowie auf die Leistungsvielfalt, die ein Patient in Erkelenz vorfinde, betonte Winter. Bei einer Belegungsquote von 109 Prozent seien die Kapazitäten ausgereizt, Patienten müssten auch schon abgewiesen werden. 4453 Patienten wurden im vergangenen Jahr stationär behandelt (2013: 3523), dazu kamen 5514 Patienten in ambulanter Behandlung. Der überwiegende Teil der Patienten stammt aus Erkelenz, Hückelhoven und Umgebung. Doch auch die Zahl der Patienten aus der weiteren Region nimmt zu. Einerseits sei dies erfreulich, wie Winter betonte. Andererseits müssten immer wieder Patienten abgewiesen werden. „Ziel muss sein, dass keine Patienten mehr abgewiesen werden müssen, die in Erkelenz versorgt werden wollen.“

Kritisch sieht er auch die Pläne zur Reduzierung der Notfallpraxen im Kreis. Schon jetzt sei ein Viertel der Patienten Notfälle. Mit einem Anstieg der behandlungsintensiven Patientenzahlen sei bei einer Verringerung der Zahl der Notfallpraxen zu rechnen.

Einen Schwerpunkt sehen Winter und Habbinga in der Ausbildung von Medizinern. Erkelenz werde als Adresse für Ausbildung wahrgenommen. Eine Zertifizierung als Fortbildungsstätte durch die Kardiologie-Fachgesellschaft erfolge in Kürze.

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