Kammerphilharmonie zum dritten Mal zu Gast in Wassenberg

Von: Karin Klimmeck
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Wassenberg. Die Matinee mit der Ungarischen Kammerphilharmonie unter Leitung von Antal Barnás und dem Quartettverein Myhl unter Leitung von Hermann Kitschen an den Beginn des Jahresprogramms des Kulturfördervereins Wassenberg zu setzen, war eine glänzende Idee, die dem Kulturleben im Wassenberger Raum nur förderlich sein kann.

Die Kammerphilharmonie, 1999 gründet und seit neun Jahren regelmäßig auch in Deutschland auf Tournee, war zum dritten Mal in Wassenberg zu Gast. Im Vorjahr trat der Quartettverein zum ersten Mal in einigen Vorträgen zusammen mit den Musikern auf. Diesmal genügte eine einzige Probe, um glänzende Übereinstimmung und Wohlklang zu erzielen. Die Philharmonie trat mit 24 Musikern an, der Quartettverein war mit 40 Sängern in sehr guter sängerischer Verfassung. Das Forum der Betty-Reis-Gesamtschule war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Hermann Kitschen ließ zum Auftakt einen „Renner“ des Quartettvereins schon aus den früheren Meisterchor-Jahren, das Potpourri aus der Operette „Maske in Blau“ des Erfolgskomponisten Fred Reymond, erklingen. Da wurden auch bei manchen Zuhörern schöne Erinnerungen geweckt an die Zeit des „Meisterchores“ Myhl, der wunderbare Klassik mit hinreißenden Melodien und Rhythmen zu verbinden wusste, die seine Konzerte zu echten „Reißern“ werden ließen.

Danach traten die Ungarn an.Mit Ziehrers Walzer „Hereinspaziert“ über mehrere, rassig gespielte Schnellpolka-Klänge der Strauß-Familie gab es mit „Eljen a Magyar!“ von Johann Strauß Sohn einen Höhepunkt. Nach der Pause hatte Emmerich Kálman das Wort mit der Ouvertüre zu „Gräfin Mariza“. Solche Melodien und Rhythmen vergißt man nie. Mit tollen Strauß-Kompositionen, der „Schönen blauen Donau“ und dem Radetzky-Marsch schloss der Programmteil der Ungarischen Kammerphilharmonie, die ausschließlich von Supermusikern besetzt ist.

Und dann folgte ein gemeinsamer Auftritt der Musiker, die noch durch Solo-Einlagen glänzten, mit dem Quartettverein. Der „Chor der Priester“ aus der Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart und der Gefangenenchor aus „Nabucco“ „Vapensiero“ („Treue Heimat“) von Guiseppe Verdi, begleitet vom Orchester und Sara Philippen am Keybord, waren ein Abschluss, der einem Konzert zum Jahresbeginn voll entsprach. Der Quartettverein und das Orchester harmonierten einzigartig miteinander. Schlicht ausgedrückt: Das war erhebend und weckte viele schöne Erinnerungen auch an frühere Konzerte.

Freundliche Begrüßungsworte und besonders herzlichen Dank wusste Quartettvereinsvorsitzender Norbert Rexing bei der Großveranstaltung zu Jahresbeginn auszusprechen. Er verband sie mit einer Erinnerung an Generalapotheker Hanns Heidemanns, der als Vorstandsmitglied dem Kulturförderverein manche Impulse – auch besonders im musikalischen Bereich – zu geben gewusst hatte.

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