Kammermusikfreunde „con brio“ präsentieren die Juliacum Brassers

Von: hl
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Hörerlebnis in großartiger Umgebung: Schloss Rurich bot die optimale Kulisse für das Konzert „Schlosshofserenade“ mit dem Bläserquartett Juliacum Brassers. Foto: CUH

Hückelhoven-Rurich. „Schlosshofserenade“ hieß das Konzert mit dem Bläserquartett Juliacum Brassers vor dem Schloss Rurich. Wieder einmal war „con brio“, den Freunden der Kammermusik Hückelhoven, mit dieser Einladung für die vielen Zuhörer ein musikalisches Erlebnis gelungen.

Während die meisten mit dem Wort Blechbläser wohl Bierzelt und Kirmes verbinden, gab es in Rurich ein Konzert, das ganz neue musikalische Möglichkeiten der Bläser eröffnete. Das galt sowohl für eine völlig neue Hörweise der Musik der einzelnen Komponisten als auch das differenzierte und vielfältige Spiel der Instrumente.

Konzerte in der Heimat

Die Juliacum Brassers, nach dem lateinischen Namen für Jülich, gibt es seit zehn Jahren. In mehr oder weniger langen oder kurzen Abständen treffen sich die vier zu gemeinsamen Konzerten in ihrer Heimat, während sie das Jahr über in verschiedenen Orchestern musizieren. Zum Quartett gehören Martin Schädlich (Trompete, Flügelhorn), Klaus Luft (Trompete, Kornett, Flügelhorn), Andreas Trinkaus (Horn) und Johannes Meures (Posaune).

Musikalisch eingeordnet

Von Johannes Meures stammten auch die Arrangements, die sowohl die einzelnen Instrumente sich voll entfalten ließen als auch ein äußerst harmonisches Zusammenspiel ermöglichten. Dabei war viel Dialogisches zu hören. Die vier informierten vor den einzelnen Stücken kenntnisreich und vor allem mit viel Humor über deren Herkunft und ordneten sie musikhistorisch ein. Und der Fantasie der Zuhörer wurde freien Lauf gelassen bei den Vorstellungen über die Entstehungsgeschichte einzelner Beiträge und deren Aufführung.

Das Quartett lobte auch die romantische Umgebung vor dem Schloss, die schöne Akustik und nicht zuletzt „con brio“, das ein solches Konzert ermöglicht habe. Auch dem Schlossherrn galt ein Dankeschön dafür, dass er eine solch schöne Umgebung zur Verfügung gestellt habe.

Während im ersten Teil des Konzertes vorwiegend Klassiker auf dem Programm standen wie Händel, Beethoven, Grieg, Fauré und Ramsoe, gab es nach der Pause Stücke aus Kino und Musical mit so bekannten Kompositionen wie Moonlight River (Mancini), Cabaret (Kander), Somewhere over the Rainbow (Morricone). Und bei manchem Zuhörer sah man die Füße wippen oder im Takt den Kopf sich bewegen.

Zum Ende des Konzertes mit den zwölf Kompositionen gab es ein Sonntagabend-Medley, eine witzige und interessante Zusammenfassung verschiedener Erkennungsmelodien im Fernsehen. Und ganz zum Schluss als Zugabe den unverwüstlichen Mackie Messer aus der Dreigroschenoper. Das fast zweistündige Konzert war von viel Fröhlichkeit gekennzeichnet. Das galt sogar, wenn das Thema eines Stückes der Tod war. Dabei kam weniger die Traurigkeit zum Ausdruck als die Erkenntnis, dass der Tod ein Teil des Lebens ist.

Auch das Wetter spielte mit. Die Schirme brauchten nicht aufgespannt zu werde. Und hin und wieder hörte auch die Sonne zu.

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