Kammerchor: Intensive Proben für Haydns „Schöpfung“

Von: Dettmar Fischer
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Der Kirchenchor St. Marien Geilenkirchen und der Kammerchor Heinsberg der Jugendmusikschule Heinsberg proben unter der Leitung von Kantor Bernd Godemann (am Flügel) im „Rondell“ in Heinsberg für die Aufführungen von Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“. Foto: defi

Heinsberg-Waldenrath. Wenn der Chor singt „Es werde Licht!“, dann haben die Sängerinnen und Sänger hoffentlich verinnerlicht, was ihnen Kantor Bernhard Godemann in den Proben des letzten Jahres mit auf den Weg gegeben hat. Denn: Wenn es auf der noch dunklen, gerade von Gott erschaffenen Erde, zum ersten Mal hell wird, ist das ein Moment, der nicht nur dem himmlischen Schöpfer ans Herz gegangen sein dürfte.

Die Besucher der beiden Konzerte in Geilenkirchen und Waldenrath am Wochenende, 21. und 22. November, werden diesen Moment nachempfinden, wenn der Kirchenchor St. Marien Geilenkirchen und der Kammerchor Heinsberg der Jugendmusikschule Heinsberg „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn anstimmen.

Mit professionellem Orchester

„Es werde Licht“ werden sie dann so singen, dass Nikolaus Harnoncourt seine Ideen einer historischen Aufführungspraxis umgesetzt sähe. Bernd Godemann hat sich für eine leichte, luftige Aufführung der „Schöpfung“ entschieden, in Anlehnung an Harnoncourt. Dass seine Chöre ihm auf diesem Weg folgen, beweisen die intensiven Proben. Die beginnen mit etwas Gymnastik, um Körper und Stimme zu lockern und den Geist frei zu machen für das Singen. Da zischt und quietscht es aus den Kehlen, und der Außenstehende wähnt sich eher im Turnunterricht. Doch bald wird klar, wie ernst die von ihrem Dirigenten angeführten Sänger ihr Vorhaben nehmen.

Kantor Bernd Godemann hat mit seinen beiden Chören bereits Händels „Messias“, Brahms´ „Ein deutsches Requiem“ und Mendelssohns „Elias“ erarbeitet. Mit dem Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn gelangt ein absolutes Highlight der Oratorienliteratur zur Aufführung. Schon die Chronik der Uraufführung berichtet von Jubelstürmen des Publikums.

Mit dem Barockorchester „Sinfonia Delft“ wurde ein professionelles 35-köpfiges Orchester verpflichtet, das auf historischen Instrumenten musizieren und zusammen mit der 50 Damen und Herren starken Chorgemeinschaft einen beeindruckenden Klangkörper bilden wird. Die Solopartien sind mit der Sopranistin Claudia Couvenbergh aus dem niederländischen Schinnen, dem Tenor Immo Schröder aus Stockholm sowie Richard Logiewa aus Köln international hochkarätig besetzt.

Joseph Haydn arbeitete von 1796 bis 1798 an seinem Werk, das die Erschaffung der Welt thematisiert, wie sie in der Genesis, dem ersten Buch Mose der Bibel, erzählt wird.

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