„Kaleidoskops der Sinne“: Starker Impuls für regionale Kulturszene

Letzte Aktualisierung:
11148788.jpg
Auch Künstlerin und Moderatorin Eva-Stefanie Mosburger-Dalz und der Pianist Andreas Brunken trugen zum Gelingen in der Leonhardskapelle bei.

Erkelenz. Nach einigen Jahren Pause ließ der Kunstförderkreis ProArte das „Kaleidoskop der Sinne“ in der Leonhardskapelle wieder auferstehen. 19 bildende Künstler und Autoren sowie zwei Musiker trafen zum zuerst anonymen Austausch aufeinander.

Denn die Autoren und Musiker wussten nicht, von wem die Werke stammten, die sie im Frühling in Willi Arlts Wohnzimmer auswählten. Rund ein halbes Jahr hatten sie Zeit, um sich einen Reim und eine Melodie auf die Arbeiten zu machen.

Das Ergebnis wurde dann zusammengeführt und erstaunte die Teilnehmer oft selbst. Denn teilweise waren die Dinge gar nicht so gedacht, wie sie dann interpretiert wurden. Das Zusammenspiel von Kunstwerk, Musik und Text erschloss so ganz neue Perspektiven auf das Werk. Durch den Abend führten die beiden Künstlerinnen Eva-Stefanie Mosburger-Dalz und Beate Königs.

Den musikalischen Part hatten der Pianist und Keyboarder An-dreas Brunken sowie der Gitarrist Donat van Walderveen übernommen. Er ist in Erkelenz als Gitarrist der Hardrockband Mother‘s Cake bekannt, hat aber auch eine klassische Gitarrenausbildung genossen. Das gab seinen Beiträgen noch mehr Vielfalt, denn wie Brunken hatte auch er sich die Aufgabe gestellt, zu spielen, was ihm beim Betrachten der Werke in den Sinn gekommen war.

Unter den Autoren war auch der Open-Stage-Organisator Frank Rimbach, der ein Bild von Dieter Eichelmann zur Grundlage für ein sehr surreales Gedicht genommen hatte, bei dem Emotionen und Alliterationen Achterbahn fuhren. Auch Willi Arlt, der eigentlich mit einem eigenen Werk angetreten war, hatte sich ebenfalls bereiterklärt, Texte zu den Werken seiner Kollegen zu verfassen.

Die Autoren gingen sehr unterschiedlich vor. Während einige die Werke beschrieben und interpretierten, setzten andere auf Basis des Bildes oder der Installation an und erzählten Geschichten. Helmut Wichlatz hatte die Kreation der niederländischen Autorin Risja Steeghs zu einem melancholischen Gedicht über Vergessen und Erinnern inspiriert. Steeghs selbst war verhindert und wird eine Dokumentation der Veranstaltung in Form einer CD erhalten.

Therese Radtke und Marlen Krings präsentierten philosophische Gedanken über den Menschen und dockten ihre Texte auch an aktuelle Themen wie die Flüchtlingsdiskussion an. Der Jüngste im Bunde der Autoren war Benjamin Ott, der seit seiner Jugend Gedichte und Geschichten schreibt. Ihn hatten Anton Krämers und Uschi Zantis‘ Bilder zu kurzen Texten angeregt, die mit Fantasy-Elementen spielten. Alfred Schöne fühlte sich bei Christoph Ohmes und Marlies Giesens Arbeiten an seinen Enkel erinnert, der ihm geholfen hatte, die Schreibblockade zu überwinden.

Der Kunstförderverein ProArte hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Begegnung und den kreativen Austausch von Künstlern zu fördern und ihnen zu Ausstellungsmöglichkeiten zu verhelfen. Nach einer kurzen Pause ist ProArte mit Beate Bündgen, Willi Arlt und weiteren Aktiven wieder am Start, um im regionalen Kunstbetrieb Zeichen zu setzen.

Das „Kaleidoskop der Sinne“ wird nicht die letzte Veranstaltung dieser Art bleiben, betonte Beate Bündgen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert