„Kaleidoskop der Sinne“: Erfrischende künstlerische Begegnungen

Von: hewi
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Auch er ist beim Kaleidoskop zu hören und sehen: Christoph Leisten. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Beim sechsten „Kaleidoskop der Sinne“ sollte einiges anders werden. Das hatten die Macher vom Kunstförderkreis Pro Arte angekündigt. So war das Konzept überarbeitet und der Erfinder der Open Stage und Autor Frank Rimbach als Moderator gewonnen worden. Musikalisch beschränkte man sich auf das Duo Eigen Arts, bestehend aus Beate Theissen und Waltraud Barnowski-Geiser, und dem DJ Timo Kerkhoff.

Auch bei den Autoren hatten die Organisatoren neue Namen und Gesichter wie den aus Alsdorf stammenden Autor Hichame Bensaid, der schon mit seiner literarischen Arbeit bei der Literaturreihe Leseburg gastiert hatte. Auch bei den bildenden Künstlern waren neben bekannten Namen neue Teilnehmer mit im Boot, zum Beispiel die Fotografin Jara Reker.

Moderator Rimbach nutzte die Begrüßung der Gäste in der Leonhardskapelle für ein paar Gedanken über das Kaleidoskop, das in Zeiten vor dem Internet bei Kindern durchaus beliebt war. Verzaubert es doch durch seine zufälligen Formen die Sinne und befreit dadurch den Geist.

Schöpfer und Titel unbekannt

Acht Bilder und vier Skulpturen dienten den Autoren und Musikern zur Auseinandersetzung. Bei der Auswahl der Werke war ihnen der Schöpfer ebenso wenig bekannt wie der Titel des Werkes. Nichts sollte die individuelle Auseinandersetzung mit der Arbeit beeinflussen. Die Ergebnisse waren dementsprechend überraschend und erfrischend. So kam Bensaid bei der Betrachtung eines abstrakten Bildes von Stefan Tiersch auf den Entscheidungsweg im Kopf zwischen Vernunft und Unvernunft.

Eine figürliche Skulptur von Alfred Mevissen inspirierte das Duo Eigen Arts zur Darstellung des Zwiespalts einer werdenden Mutter. Kunst ist, was gefällt. Und so mischte DJ Timo Kerkhoff bekannte Versatzstücke aus Rock und Pop unter die Betrachtung der Arbeiten, die über der Bühne auf eine Leinwand projiziert wurden. In der Leonhardskapelle waren die Originale ausgestellt und luden die Besucher zur eigenen Betrachtung ein.

Der Vorsitzende des Förderkreises, Willi Arlt, wies darauf hin, dass eine Veranstaltung wie das Kaleidoskop nicht ohne Unterstützung über die Bühne gehen könnte. Er dankte vor allem der Stadt Erkelenz und der Kunststiftung der Kreissparkasse, die dazu beigetragen hatten, das sechste „Kaleidoskop der Sinne“ in Erkelenz zu realisieren. Arlt hat sein Amt von Beate Bündgen übernommen, die Pro Arte lange geleitet hat. Mittlerweile hat der Verein am Franziskanerplatz eine Galerie aufgebaut und zeigt Präsenz im kulturellen Leben der Stadt.

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