Kabarettistische Klangpoesie mit „Con brio“

Von: Utz Schäzle
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Viel Beifall ernteten die Sopranistin Tamara Peters und Pianist Florian Albers für ihr Konzert im Foyer der Aula des Gymnasiums in Hückelhoven. Tamara Peters ist ein Talent aus der Region. Sie begann ihre Gesangsausbildung an der Jugendmusikschule Heinsberg. Foto: Utz Schäzle

Hückelhoven. „Belcanto bis Broadway“ hieß das Motto des Konzertes für Sopran und Klavier, zu dem „Con brio“, der Hückelhovener Verein der Freunde der Kammermusik, zum Abschluss des Stadtmusikfestes in die Aula des Gymnasiums Hückelhoven eingeladen hat.

Die Sopranistin Tamara Peters und ihr Begleiter am Flügel Florian Albers boten ihr Programm „Belcanto mal anders – Wenn der ernsten Muse Humor dazwischen kommt“. Für dieses gut zweistündige Konzert bei Kaffee und Kuchen hatten die beiden Künstler ein buntes Programm zusammengestellt, das sich – angefangen mit bekannten Opern- und Operettenarien – schließlich zu einer kurzweiligen, musikkabarettistischen Klang-Poesie entwickelte, also ein bunter Reigen von Giacomo Puccini über Franz Lehar und Robert Stolz bis hin zu Andrew Lloyd Webber und zu zeitgenössischen Musikkabarettisten.

In den dargebotenen kompositorischen Kostbarkeiten spiegelten sich viele Facetten europäischer Musikkultur. Schließlich ist der Belcanto (italienisch für „schöner Gesang“) auf Beweglichkeit, Ausgewogenheit und Klangschönheit der Stimme ausgerichtet, und die Künstler müssen die Verzierkunst und die Improvisation beherrschen.

Alle dargebotenen Lieder des Duos drehten sich inhaltlich um die Liebe und waren der Vortrag war von allergrößter musikalischer Sensibilität.

Das zum Teil mit selbst geschriebenen Texten versehene Liedgut wurde mit einigen amüsanten Gesten und komödiantischen Einlagen angereichert. Florian Albers beherrscht sein Instrument meisterhaft, spielt virtuos und fein nuanciert. Tamara Peters verfügt über eine wunderbare Stimme und gefiel mit ihrem strahlenden Sopran, der auch in den höheren Lagen nichts von seiner Kraft verliert. Ob bei einem klassischen Chanson, im Solo oder bei einem in sieben verschiedenen Sprachen gesungenen Liebeslied im Duett –beide sangen ihren Part durchweg hervorragend.

Der Ausdruck der bezaubernden Sopranistin war stark, die Klavierbegleitung differenziert, die Lieder berührten. Mit dem Schlusslied wurde dann auch ein Geheimnis gelüftet, das viele Zuhörer schon erahnten: Ja, sangen sie, es ist wahr, wir beide sind ein Paar!

Bei der Zugabe wurde das Publikum mit ins Geschehen eingebunden. Gemeinsam sang man einen der bekanntesten Songs des Liedermachers Reinhard Mey: „Gute Nacht, Freunde“.

Alles in allem war es eine hervorragende künstlerische Leistung von den zwei sympathischen Protagonisten und ein zauberhafter Konzertnachmittag, den die Besucher noch lange in Erinnerung behalten werden.

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