Erkelenz - Kabarettist Wilfried Schmickler sorgt für kräftige Beifallsstürme

Kabarettist Wilfried Schmickler sorgt für kräftige Beifallsstürme

Von: hl
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Erkelenz. Rappelvoll war die Stadthalle, als Wilfried Schmickler zwei Stunden lang ein begeistertes Publikum immer wieder zu Lachen und Beifall „anstiftete“. Langeweile war ein Fremdwort in dieser Veranstaltung; im Gegenteil: Vor lauter Amüsement und Kurzweil wusste man oft nicht, wo einem der Kopf stand.

Aber es gab auch leise Töne. Und mit dem Thema des Abends „Ich weiß es doch auch nicht“ bekannte der Kölner Kabarettist, dass sich die vielen Probleme dieser Welt nicht einfach lösen lassen.

Schon der alte Horaz wusste: Ridendo dicere verum“ (scherzend die Wahrheit sagen). Mit anderen Worten: Der Kern einer Sache lässt sich auch im Scherz benennen. Und darum geht es Wilfried Schmickler: Wenn er benennt, worauf es wirklich ankommt, dann tut er das nicht griesgrämig oder mit erhobenem Zeigefinger, dann tut er das sarkastisch-spöttisch. Und so nahm er denn auf seine satirischen Hörner aktuelle Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft: die Gotteskrieger, Sepp Blatter, die Gelben Engel, Ursula von der Leyen, Angela Merkel, Sigmar Gabriel, das seltsame Verhalten von Bundestagsabgeordneten, Waffenlieferungen, den Wechsel zwischen Freund und Feind in der internationalen Politik, die Euro-Krise, Griechenland, Kirche und Finanzen, FDP-Lindner, den Verfassungsschutz, Talkshows, Kindergeburtstage, Hartz IV und vieles mehr.

Wilfried Schmickler erzählte auch den einen oder anderen alten Witz. Aber aus unserem Alltag wissen wir: Ein alter Witz, gut erzählt, ist wie neu.

Zeit zum Nachdenken

Im Umgang mit dem Wort und der Sprache ist Schmickler ein Phänomen: Seine Wortspiele, die Verknüpfung verschiedener Themen mit überraschenden Pointen und nicht zuletzt seine rasanten Wortfolgen, die meist schneller waren, als das Denken sie verarbeiten konnte, forderten immer wieder den Beifall des Publikums heraus. Wie überhaupt Beifall, Lachen und Schmunzeln den ganzen Abend das Geschehen auf der Bühne begleiteten.

Wilfried Schmickler ist nicht nur ein begnadeter Kabarettist, sondern auch ein durchaus guter Sänger, der mit seinen Liedern als Ergänzung zu den sprachlichen Beiträgen seines Programms ebenfalls die Zuhörer begeisterte. Und seine Gedichte mit ihren immer passenden Endreimen waren ein weiteres Highlight des Abends.

Mit seinem Gedicht über Gier, Neid und Hass gab es zum Abschluss noch einmal Zeit zum Nachdenken. Und natürlich am Ende viel, viel Beifall.

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