Junger Chor Hünshoven führt „Die zehn Gebote“ in der Aula auf

Von: hl
Letzte Aktualisierung:
12141869.jpg
Großartig: Der junge Chor aus Hünshoven führte in der Hückelhovener Aula vor mehr als 1000 begeisterten Zuschauern das Pop-Oratorium „Die 10 Gebote“ auf. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Der Junge Chor Hünshoven aus der Pfarre St. Marien Geilenkirchen hat in der Aula des Gymnasiums zweimal das Pop-Oratorium „Die 10 Gebote“ aufgeführt. Dass sich an dieses Werk von Michael Kunze (Text) und Dieter Falk (Musik) überhaupt ein Dorfchor heranwagte, ist an sich schon (um in der Sprache der Bibel zu bleiben) ein Wunder. Bei jeder Aufführung war die Aula ausverkauft.

Maria Slagboom ist Chorleiterin und die Seele des Chores, mit dem sie immer neue Herausforderungen sucht. Bei der Generalprobe tauchte unangemeldet der Komponist des Werkes auf, der sich ebenso überrascht wie begeistert darüber zeigte, dass seine Komposition in so hervorragender Weise aufgeführt wurde.

Und die Namen aller Mitwirkenden zu nennen, die ihre Rollen sowohl gesanglich als auch schauspielerisch nicht nur hervorragend beherrschten, sondern in ihnen aufzugehen schienen, würde den Rahmen einer Besprechung sprengen. Nicht vergessen werden darf auch das kleine Orchester (zwei Keyboards, eine E- und eine Bass-Gitarre, zwei Schlagzeuge, eine Geige und eine Klarinette), das den Chor und die Solisten präzise und einfühlsam begleitete und deren Musiker alle aus dem Umfeld des Chores stammten.

Der Chor feiert im nächsten Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Ihm gehören Sängerinnen und Sänger von 16 bis 60 Jahren an, insgesamt 70; Mitglieder des Chores haben die Requisiten gebaut, Kostüme genäht und auch das imposante Goldene Kalb gebaut. Letzteres ist ja seit Urzeiten ein Symbol für die Menschheit, sich vom wahren Gott zu entfernen und sich der Vermehrung von Reichtum und Macht zuzuwenden.

Wer nun vielleicht wegen des Titels des Werkes, nämlich „Die 10 Gebote“ (die übrigens in zwei Büchern des Moses mit leichten Variationen erwähnt werden), erwartet hatte, diese würden vom ersten bis zum zehnten Gebot vorgestellt und vielleicht auch interpretiert, wurde davon überrascht, dass ausführlich deren Vorgeschichte in 18 Akten besungen und dargestellt wurde, wie zum Beispiel die Begegnung des Moses mit dem brennenden Dornbusch; die Versuche, den uneinsichtigen Pharao dazu zu bewegen, das Volk aus der Sklaverei ziehen zu lassen; die zehn Plagen; den Durchzug durch das Rote Meer; die Undankbarkeit des Volkes nach der Befreiung und weg von den Fleischtöpfen Ägyptens, Mühsal und Entbehrung der Wüstenwanderung zu erleben; der Tanz um das Goldene Kalb nach dem Abfall von Jahwe. Erst zum Schluss las Moses sie von einer steinernen Tafel dem Volk vor.

Am Ende gab es auf besonders ansprechende und gelungene Weise, in der noch einmal die musikalische Kraft des Pop-Oratoriums entfaltet wurde, die Zusammenfassung der 10 Gebote: Liebe ist das Gebot. Und diese Quintessenz ist wohl die Grundlage eines friedlichen und harmonischen Zusammenlebens, die nicht nur für das Volk Israel grundlegend war, sondern die für alle Menschen gilt.

Am Ende des Stückes wollten die Standing Ovations der restlos begeisterten Zuhörer und Zuschauer für alle Mitwirkenden kein Ende nehmen. Zu Recht. Es ist allerdings ein Unterschied, ob jemand sich durch eine solche Aufführung wieder an die 10 Gebote erinnert fühlt und überlegt, ob er sie noch auswendig weiß, oder ob er versucht, sie im Alltag möglichst umzusetzen. Letzteres ist schwieriger.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert