Heinsberg-Randerath - Junge Musiker überzeugen an Violine und Klavier

Junge Musiker überzeugen an Violine und Klavier

Von: defi
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„Vis-á-vis“ hatten Enis Hotaj (Violine) und Florian Koltun (Klavier) ihr gemeinsames Konzert betitelt. Foto: defi

Heinsberg-Randerath. Die Evangelische Kirchengemeinde Randerath ist eine Diaspora-Gemeinde mit langer Geschichte, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Die Lage der Kirche in der Asterstraße, etwas abseits der Hauptstraße, geht auf die Zeit zurück, in der evangelische Gottesdienste in behelfsmäßigen Unterkünften, manchmal sogar heimlich, stattfanden.

Ein Großfeuer vernichtete Ende des 17. Jahrhunderts die erste evangelische Kirche in Randerath. Anfang des 18. Jahrhunderts erbaute man die Kirche, in der heute nicht nur Gottesdienste und Trauungen gefeiert werden, sondern in der auch dank des Künstlerischen Leiters der Randerather Kirchenkonzerte, Florian Koltun, außergewöhnliche Konzerte stattfinden.

Wer die kleine aber feine Kirche betritt, der ist schon vor dem Erklingen der ersten Töne herausgerissen aus des Alltagstrott. Florian Koltun nahm nach der Begrüßung der Zuhörer selber am Klavier Platz, um beim Konzert „Vis-á-Vis“ den Geiger Enis Hotaj zu begleiten. Beide Musiker sind noch jung, haben sich in der Musikszene aber bereits einen Namen gemacht. Enis Hotaj ist Student an der Musikhochschule Köln. Daneben spielt er in verschiedenen Orchestern und ist Preisträger bei internationalen Musikwettbewerben. Mit der Komposition „Cantabile“ des legendären Geigenvirtuosen Niccolò Paganini eröffneten Hotaj und Koltun das Randerather Kirchenkonzert. Es folgte eine Violinsonate von Guiseppe Tartini, „Didone abbandonatat“. Tartini ist bekannt für seine Teufelstrillersonate, die er dem Teufel im Traum abgerungen haben soll. Die Legende mochte so manch einem Zuhörer in die Gedanken kommen beim Spiel von Enis Hotaj, das Ohr und Geist verzückte.

Stets kongenial den Geiger begleitend, überzeugte auch das Klavierspiel von Florian Koltun. Als Pianist ist Florian Koltun Preisträger zahlreicher internationaler Klavierwettbewerbe in Deutschland, Italien, Spanien, den Niederlanden und Luxemburg. Er schloss sein Klavierstudium an der Musikhochschule Köln bei Professor Ilja Scheps ab. Als Solist und Kammermusiker unternahm er Konzertreisen quer durch Europa und Asien.

Einen Höhepunkt des Konzertes bildete eine Komposition von Camille Saint-Saëns. „Introduction et Rondo capriccioso“ ist eines der populärsten Stücke dieses Komponisten der französischen Romantik. Es fand beim Randerather Publikum großen Anklang und bescherte den Aufführenden begeisterten Beifall. Ludwig van Beethovens „Romanze in F-Dur“, Wolfgang Amadeus Mozarts „Sonate A-Dur“ und die „Zigeunerweisen“ von Pablo de Sarasate vervollständigten das Konzertprogramm. Die Reihe der „Randerather Kirchenkonzerte“ wird am Sonntag, 9. November, um 17 Uhr mit den „Perlen des Barock“ fortgesetzt, einem Konzert mit Christine Moraal an der Orgel.

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