Heinsberg-Dremmen/Erkelenz - Junge Friseurin hat Meistertitel vor Gesellenbrief in der Tasche

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Junge Friseurin hat Meistertitel vor Gesellenbrief in der Tasche

Von: Nicola Gottfroh
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Die Karriereleiter im Sprint hinauf: Janne Roder ist bereits Friseurmeisterin als sie ihren Gesellenbrief offiziell erhält. Foto: Nicola Gottfroh

Heinsberg-Dremmen/Erkelenz. Übung macht den Meister. „Es kann aber auch nicht schaden, wenn man neben dem praktischen Üben seine Nase ab und an mal in einem Buch vergräbt“, sagt Janne Roder. Die 23-jährige Dremmenerin weiß, wovon sie redet, immerhin ist sie eine frischgebackene Meisterin im Friseurhandwerk.

Den Meistertitel hatte sie übrigens schon in der Tasche, bevor sie ihren Gesellenbrief das erste Mal in den Händen hielt. Und somit ist sie den meisten anderen Lehrlingen ihres Jahrgangs im Karrieremarathon eine Nasenlänge voraus.

Das merkten die Kollegen spätestens bei der Lossprechungsfeier in Übach-Palenberg. Denn während die Kollegen sich freuten, mit dem Abschluss der Ausbildung die erste Teilstrecke auf der Karriereleiter hinter sich gelassen zu haben, hatte Janne bereits die zweite Etappe beinahe mühelos gemeistert. Und das so schnell, dass keine Zeit blieb, das Erreichen der ersten Etappe zu feiern.

Deshalb nahm die zwischenzeitlich zur Friseurmeisterin avancierte Roder erst in diesem September im Rahmen der Feier mit ihrem Ausbildungsjahrgang ihren Gesellenbrief entgegen.

„Für mich war immer wichtig, so schnell wie möglich viel in meinem Traumjob zu erreichen. Und das ist mir gelungen“, freut sich die 23-Jährige.

Das Ziel hatte Janne Roder stets klar vor Augen: Nach dem Abschluss der 10. Klasse am Kreisgymnasium Heinsberg wechselte sie zum Berufskolleg in Geilenkirchen. Mit der Vollendung der 12. Klasse hatte sie dann automatisch das Fachabi in der Tasche. „Und damit hatte ich alle Grundsteine gelegt, in meinem Traumjob erfolgreich zu sein“, sagt sie rückblickend.

Im Salon Wüllenweber in Erkelenz startete sie als Friseurlehrling ins Berufsleben. Und dort erkannten die Kollegen und Ausbilder, wie viel Potenzial in der neuen Auszubildenden steckt. In wöchentlichen Übungsabenden sammelte Janne noch mehr Erfahrung.

Und schnell war klar, dass die Auszubildende problemlos die Lehre um ein halbes Jahr verkürzen konnte. „Immerhin hatte ich das Fachabi – damit ist das Verkürzen eigentlich kein Problem“, sagt Roder. Die damit gewonnenen sechs Monate verbrachte sie an der Meisterschule. Vollzeit. „Ich wollte die gewonnene Zeit nutzen, um schnellstmöglich die Meisterschule zu absolvieren.

Neben dem Job diesen Weg zu gehen, bedeutet zwei Jahre in Teilzeit büffeln – und das ist extrem hart“, sagt Janne Roder. Hart genug sei es jetzt schon gewesen. „Das war eine anstrengende Zeit.

Denn manche Gesellenprüfungen überschnitten sich noch mit den ersten Arbeiten an der Meisterschule“, sagt Janne Roder. Doch der Fleiß und manche durchgearbeitete Nacht zahlten sich aus. Die Gesellenprüfung schaffte sie mit guten Noten neben der Meisterschule. Und auch die Meisterprüfung ein halbes Jahr später gelang ihr spielend.

Trotz Meistertitel und vieler Träume – eines Tages möchte sie einen eigenen Salon eröffnen – möchte sie die nächsten Jahre weiter in ihrem Ausbildungsbetrieb arbeiten. „Dadurch, dass alles so schnell gegangen ist, habe ich zwar viel Theorie gelernt, aber ein bisschen Praxis weniger. Deshalb will ich jetzt viel arbeiten, denn nur Übung macht den Meister.“

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