Junge Forscher glänzen in Wettbewerben

Von: Helmut Wichlatz
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Die Sieger des Wettbewerbs „Jugend forscht“ wurden vom Cornelius-Burgh-Gymnasium in Erkelenz vorgestellt. Foto: Koenigs

Erkelenz. „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ sind zwei bundesweite Wettbewerbe, bei denen junge Forscher zeigen können, was in ihnen steckt.

Teilgenommen haben auch Schüler aus Erkelenz – und die Gymnasiasten schnitten mit ihren Ideen und Forschungsarbeiten beim Regionalentscheid Niederrhein am 11. März in Krefeld gut ab. Der Leiter des Cornelius-Burgh-Gymnasiums, Peter Boidol, und der Leiter der Chemie AG, Klaus Winkens, stellten die erfolgreichsten Nachwuchsforscher im Chemielabor des CBG vor.

Seit fünf Jahren besteht nun schon die Chemie AG, in der es längst nicht nur um Chemie geht. Unter dem Leitgedanken „Verwirkliche deine Ideen“ gehen die zehn Schüler der AG kreativ und fächerübergreifend ans Werk. So haben sie zum Beispiel schon einen funktionsfähiger Drucker aus Lego, dessen Filzschreiber-Druckeinheit mittels Tablet gesteuert wird, verwirklicht. Den Lego-Drucker hat der 13-jährige Max Köster entwickelt und dafür leider keinen Preis erhalten. Auch Stuart Day konnte mit seiner Forschungsarbeit zur Tagetes-Pflanze die Jury nicht überzeugen. Doch vielleicht klappt es im kommenden Jahr mit einer neuen Arbeit.

Als „verbrauchernah und spannend“ wurde die Arbeit von Julian Obst (13) hervorgehoben, der sich im Bereich der Chemie mit der idealen Zusammensetzung von Wurst befasst hatte. Dafür wurde er mit dem ersten Platz im Wettbewerb „Schüler experimentieren“ belohnt. Zusätzlich hat er sich die Teilnahme an der Landesrunde im Mai in Essen gesichert. Nach der Landesrunde ist für die Forscher bis 15 Jahre erst einmal Schluss.

Für die erfolgreichen Teilnehmer am Wettbewerb „Jugend forscht“, der für Schüler von 15 bis 21 Jahre angeboten wird, heißt es ebenfalls: Weiter Daumen drücken für die Landesrunde am 7. April in Leverkusen. Dort winkt die Fahrkarte zum Bundesfinale. Dazu braucht es nicht nur Glück, sondern zum Beispiel auch eine professionelle Präsentation der Arbeit, denn auch die wurde in der Niederrheinrunde bewertet. Zum Beispiel bei der 18-jährigen Judith Loosen, die auch für die Aufbereitung ihrer Forschungsergebnisse rund um Zahnpasta und Mundwasser den zweiten Platz im Bereich Chemie erzielte.

Nicht ausgezeichnet wurde Maike Köster, die über Nanopartikel im Einsatz bei der Krebsbekämpfung geforscht hatte. „Wahrscheinlich war das Thema zu hoch aufgehängt“, vermutete Winkens bei der Präsentation der Nachwuchsforscher. Denn am Anspruch der Arbeit kann es nicht gelegen haben. Sie hat schon einmal Gebrauchsmusterschutz beantragt für Nanopartikel in Tablettenform. Wer braucht schon einen Nachwuchspreis, wenn man bei Bayer ins Forschungslabor darf, um an seinen Ideen zu arbeiten?

Große Beachtung fand auch die Arbeit der Zwillinge Sebastian und Christian Storms, die für ihre Forschungsarbeit über die Niersquelle neben dem ersten Platz in Geo- und Raumwissenschaften auch den NRW-Umweltpreis einheimsen konnten. Ihre Arbeit habe bislang unbekannte Aspekte zur Verschmutzung der Niers aufgezeigt, hieß es in der Begründung der Jury. Angesichts der derzeit aktuellen Diskussion um die Niersquelle und den Erhalt des Flusses im Quellbereich bekommt die Arbeit zusätzliche Brisanz.

Jan Henßen und Sebastian Obst haben sich mit den Auswirkungen des sauren Regens auf die Natur befasst und in einer selbstgebauten Anlage rund 170 Stunden lang grüne Algen mit Schwefeldioxid begast. Im vergangenen Jahr hatten sie sich mit den Auswirkungen des sauren Regens auf Tannen und Fichten befasst. Als Ableitung ihres Experiments empfehlen sie das Ausbringen von Kalk im Wald, um so die Säure zu neutralisieren. Auch sie bekamen den zweiten Platz in Chemie für ihre Arbeit.

Den ersten Platz in Chemie erhielt Erik Karaskiwiecz für seine Untersuchung des Verhaltens des Aspirin-Wirkstoffs Acetylsalicylsäure auf das Grundwasser.

Gemeinsam mit Sebastian und Christian Storms vertritt er das CBG bei der Landesrunde in Leverkusen. Verdient hätten alle Forscher das Weiterkommen, meint Lehrer Klaus Winkens. „Es gehört immer Glück dazu, man kann die Entscheidungen nicht immer nachvollziehen.“

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