„Juliacum Brassers“ spielen ein farbenfrohes Konzert

Von: Anna Petra Thomas
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Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr waren die „Juliacum Brassers“ in der Christuskirche in Heinsberg zu Gast. Am vierten Adventssonntag geben sie hier ein weiteres Konzert. Foto: anna

Heinsberg. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr konnte Pfarrer Sebastian Walde das Bläserquartett „Juliacum Brassers“ in der evangelischen Christuskirche begrüßen. Als „Gewächse“ aus dem eigenen Kirchenkreis mit beachtlicher Karriere hieß er die professionellen Musiker Martin Schädlich und Klaus Luft (Trompete, Andreas Trinkaus (Horn) und Johannes Meures (Posaune) willkommen.

Seit sechs Jahren bereits begeben sich die „Juliacum Brassers“ im Herbst einen Monat lang auf Konzerttournee und präsentieren dabei einen Querschnitt des im abgelaufenen Jahr gespielten Repertoires. Und das war in diesem Jahr sehr bunt, wie schon das Programmheft verriet.

Neben Heinsberg spielten die die Musiker auch in Aachen, Köln und Jülich. Den Auftakt bildete der erste Teil der Morgenmusik von Paul Hindemith. Zwei weitere Teile sollten bis zum Ende des Konzerts noch zu Gehör gebracht werden.

Es folgten fünf Stücke aus dem Spätmittelalter, die von den Vieren als Herolde zum Annamarkt in Düren schon gespielt worden waren, zunächst die Fanfare und In pace von Josquin Desprez. Ja, wie angekündigt konnte man es dann im Kirchenschiff wahrlich fast gackern hören, das „Hennlein weiß“. Und es rief der Kuckuck beim „Gutzgauch“ von Lorenz Lemlin.

Den Abschluss des Mittelalter-Parts bildete „Recercar chromatico“ von Andrea Gabrieli. Stärker noch beeindruckte die Quartettmusik (Quartett Nr. 1, Op. 38) des dänischen Komponisten Wilhelm Ramsøe. Obwohl er ein Komponist des 19. Jahrhunderts war, greift seine Musik auf Stilmittel des 18. Jahrhunderts zurück.

Obwohl den Zuschauern und Zuhörern die Anstrengung der Musiker nicht verborgen blieb, präsentierten die vier Musiker die vier Sätze (Allegro moderato, Andante quasi Allegretto, Scherzo. Allegro spirituoso, Finale. Allegretto Vivace) in ansteckender Leichtigkeit. Begeistern konnte das Quartett auch weiterhin, mit zwei Stücken von Leonard Bernstein (March: The BSO Forever und Somewhere), mit Karnevalsmusik und Musik zu einem Ritterballett von Ludwig van Beethoven (Marsch, Deutscher Gesang, Jagdlied, Romanze, Kriegslied, Trinklied, Deutscher Tanz, Coda). Im Kontrast dazu gab es Jazzmusik von Stephen A. Berg (The Further Adventure of Django), ein Ausflug nach Köln zu Willi Ostermann (Och wat wor dat...) und mit dem „Einzug der Gladiatoren“ in den Zirkus.

Einen Rahmen erhielt das „farbenfrohe“ Konzert schließlich durch den dritten Teil der Morgenmusik Paul Hindemiths.

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