Jugendliche fördern Partnerschaft mit Spaten und Harke

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Legten Hand für eine Verwurzelung der Freundschaft an: Jugendliche aus Breteuil und Hückelhoven arbeiteten unter den Augen von Bürgermeister Gérard Chéron (2.v.r.).

Hückelhoven/Breteuil. Es war wieder eine „normale“ Begegnung zwischen den Partnerstädten Hückelhoven und Breteuil, zu der nun rund 80 Menschen aus der ehemaligen Bergbaustadt in die Normandie reisten, wo die Partnerkommune rund 120 Kilometer westlich von Paris liegt.

2012 und 2013 wurde in beiden Städten das 25-jährige Bestehen der Verbindung, Jumelage, gefeiert. Die Besuche finden einmal jährlich im Wechsel in Deutschland und Frankreich statt.

Beim diesjährigen Festabend gedachten die Teilnehmer in einer Schweigeminute des kürzlich gestorbenen Alt-Bürgermeisters Oskar Ramöller, der als SPD-Fraktionsvorsitzender und späterer Erster Bürger ein Förderer der Städtepartnerschaft war. Und die Besuchstage 2014 zeigten erneut, dass die Verbindung der beiden Städte eine Verbindung der Menschen ist und das „Offizielle“ weniger im Vordergrund steht.

Allerdings sind auch die Rathaus-Gremien bei allen Besuchen vertreten, so diesmal der Erste Beigeordnete der Stadt Hückelhoven, Helmut Holländer, seit Jahren ein Motor der Partnerschaft, sowie Volkmar Gilleßen, SPD-Stadtverordneter. Neu dabei waren die Stadtverordneten Hildegunde Wilkop und Winfried Terbrüggen (beide CDU).

Auch nach 27 Jahren sei die Freundschaft ungebrochen, stellten die Vorsitzenden der Freundschaftsvereine, Tino Meurer für Hückelhoven und Claude Lempereur für Breteuil, fest, als die 80 Hückelhovener nach vier Begegnungstagen per Bus und Pkw die Heimreise von knapp 600 Kilometern antraten. Und dass die Zukunft alles andere als düster aussieht, belegten die 21 Jugendlichen aus Hückelhoven, allein ein Viertel der Besucher überhaupt, die von Altersgenossen der Jugendorganisation „Parc“ in Breteuil empfangen wurden.

Verwurzelung der Freundschaft

Begrüßt wurden alle beim großen Festabend durch Breteuils Bürgermeister Gérard Chéron, gerade mit mehr als 70 Prozent der Stimmen wiedergewählt, der besonders herausstellte, dass es das Privileg der Jugend sei, „niemals etwas anderes kennengelernt zu haben als Frieden und Demokratie“. Und dieser Weg sei vor genau 70 Jahren mit der Landung der Alliierten an der Küste der Normandie beschritten worden.

Darüber hinaus legten die jugendlichen Teilnehmer Hand an: Sie setzten unter fachlicher Beratung und den Augen von Bürgermeister Chéron, Hobbywinzer, deutsche und französische Nutz- und Zierpflanzen – eine Verwurzelung der Freundschaft in und mit der Natur.

Ein gemeinsamer Ausflugstag hatte das wohl berühmteste europäische Schloss zum Ziel, Versailles bei Paris, das von jährlich drei Millionen Besuchern frequentiert wird.

Der Hückelhovener Verein der „Freunde von Breteuil“ überlegt nun, welche Attraktionen den französischen Freunden im nächsten Jahr in und von Hückelhoven aus vom 14. bis 17. Mai geboten werden können.

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