Jubiläum: Schafhausen freut sich auf festliche Tage

Von: Johannes Bindels
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Gut aufgestellt und vorbereitet: Die Vorstände der ausrichtenden Vereine Trommlercorps und Heimatverein Schafhausen haben das Programm des dreitägigen Festes „800 Jahre Schafhausen und Stadtmusikfest 2017“ unter Dach und Fach. Foto: Johannes Bindels
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Urkunde von 1217 mit der erstmaligen Erwähnung Schafhausens. Foto: Johannes Bindels

Heinsberg-Schafhausen. Mit der 800-Jahr-Feier Schafhausens in Verbindung mit dem Stadtmusikfest 2017 steht den Ortsteilen Schafhausen und Schleiden in wenigen Wochen Großes bevor. Der Heimatverein Schafhausen und das Trommlercorps Einigkeit Schafhausen haben das dreitägige Programm zu den Feierlichkeiten fertiggeplant.

„Mit Stolz können wir feststellen, dass die vorbereitenden Arbeiten seit mehr als einem halben Jahr nun zu einem abgerundeten Festverlauf geführt haben“, verweist der Geschäftsführer des Heimatvereins, Hans-Josef Heuter, auf eine gelungene Vorbereitungszeit der Vereine. Ein Flyer mit den Programminhalten des dreitägigen Festes von Freitag, 21. April, bis Sonntag, 23. April, und eine 213 Seiten umfassende Festschrift dokumentieren die Ergebnisse zur Geschichte des Ortes und der Mitarbeit aller 13 aktiven Ortsvereine.

Kirmes, Handwerkermarkt, Musik

„Während am Freitag der Schwerpunkt des Programms auf der Heimatgeschichte liegt, so wird am Sonntag das Stadtmusikfest mit seinen Umzügen im Mittelpunkt des Geschehens stehen“, verdeutlicht Thomas Krichel, Vorsitzender des Trommlercorps, die beiden Eckpfeiler des gemeinsamen Festes. Der Samstag werde dann durch das gemeinsame Programm mit Kirmes, Handwerkermarkt und geführten Ortsrundgängen sowie dem Auftritt der Band „Zero Gravitation“ und einem bunten Abend gestaltet, so Dr. Ursula Gellissen, Vorsitzende des Heimatvereins. Matthias Lambertz, Vorsitzender des Ortsrings, hat die Schirmherrschaft über das 29. Stadtmusikfest und die 800-Jahr-Feier übernommen.

Was mit einer gemeinsamen ökumenischen Andacht am Kreuz im Genhof beginne, erfahre seine Fortsetzung in der Mehrzweckhalle in Schafhausen. Den Festvortrag werde Dr. Arie Nabrings, Historiker und Leiter des LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrums in Brauweiler, halten. Vom Fron- und Lehnshof Schafhausen bis zur modernen Gemeinde werde der Festredner die Entwicklung der Gemeinde nachvollziehen.

So wird Dr. Nabring ausführen, dass erstmalig der Name Schafhausen (Schaphusen) in einer Urkunde von 1217 erwähnt wird: „[In jenem Jahr] als der Siedlungsname 1217 erstmals in einer Urkunde auftaucht, überträgt Dietrich I., [ein Nachkomme der Herren von Wassenberg und Heinsberg (?)], die Zinse und Kurmede des Lehnsguts „Hof Schafhausen“ an das Prämonstratenser Kloster von Heinsberg und sichert damit die wirtschaftliche Grundlage des Klosters ab. Der Schafhausener Hof stellt den Ursprungskern der Gemeinde Schafhausen dar. Man vermutet, dass er sich [der urkundlich erwähnte Hof] dort befand, wo heute der Dautzenbergs Hof im Genhof zu finden ist“, wird Dr. Nabring in der Festschrift zitiert.

Eine Ausstellung unter dem Titel „Von der Ähre bis zum Brot“ wird am Hof Dautzenberg einen Rückblick auf die bäuerliche Struktur werfen. „Eine weitere Ausstellung im Vorraum der Mehrzweckhalle, bei der auch die erwähnten Urkunden zu sehen sein werden, wird den Wandel der Ortschaft vom Bauerndorf zum Arbeiterdorf, welche mit der Gründung der Glanzstoffwerke zusammenhängt, sowie die Entwicklung bis zur heutigen Dienstleistungsgesellschaft darstellen“, erläutert Heuter ein weiteres Highlight zur Heimatgeschichte.

Der Sonntag steht dann ganz im Zeichen des Stadtmusikfestes. „Vom Festgottesdienst und Kranzniederlegung am Ehrenmal durch das Trommlercorps werden wir die Gastvereine zum Stadtmusikfest ab 13 Uhr empfangen“, nennt Thomas Krichel die Aktivitäten des letzten Tages. Mit einem großen Festumzug aller Musikvereine und ihren Spielbeiträgen auf der Freilichtbühne wird der Höhepunkt des Stadtmusikfestes erreicht.

An alle Haushalte in Schafhausen und Schleiden wird ein Flyer verteilt. Die Festschrift kann laut Heimatverein gegen eine Spende erworben werden.

Die beiden ausrichtenden Vereine wünschen sich eine Beflaggung an möglichst jedem Haus während des Festwochenendes.

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