Heinsberg - Johann Lütters Stiftungsmesse erklingt im Selfkantdom

Johann Lütters Stiftungsmesse erklingt im Selfkantdom

Von: defi
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Die Chöre von St. Castor Alsdorf und St. Gangolf Heinsberg boten im Selfkantdom eine Messe des Komponisten Johann Lütter dar. Foto: defi

Heinsberg. Der Name Johann Lütter ist in Heinsberg wohl bekannt, nicht zuletzt aufgrund der Hauskonzerte, die seine Schwiegertochter Ingeborg Lütter mit ihrem Mann Franz Joseph, Sohn des Kirchenmusikers und Komponisten Johann Lütter, in der Kreisstadt gab.

 Eine ausgezeichnete Gelegenheit, die Musik des Komponisten Johann Lütter neu oder wiederholt zu hören, boten nun der Alsdorfer Chor St. Castor und der Heinsberger St. Gangolf Chor.

Das anspruchsvolle Werk, das im Rahmen einer Messe dargeboten wurde, war die Messe in E für Chor und Orgel. Diese sogenannte Stiftungsmesse wurde bereits im Altenberger Dom, im Kölner Dom und der Kirche Maria del Anima in Rom aufgeführt – und nun im Selfkantdom. Platzangst durften die Chorsänger keine haben, dichtgedrängt standen sie um die Orgel auf der Empore.

Josef Voußen, Chorleiter des Alsdorfer Chors, hatte die Gesamtleitung übernommen. An der Orgel hatte der Heinsberger Orgelsachverständige Ulrich Peters Platz genommen. Pfarrer Rüdiger Hagens zelebrierte die Messe und stellte die Chorgemeinschaft kurz vor.

Die Besucher des Gottesdienstes durften ein musikalisches Erlebnis mit nach Hause nehmen, das auf hohem Niveau dargeboten wurde und der Intention von Johann Lütter ganz nahe kam.

Johann Lütter, 1913 in Würselen geboren, hatte es in einem Brief an seine künftige Frau Agnes Stockhausen einmal so beschrieben: „Nur eins befriedigt mich restlos, die Komposition. An jeder Komposition, besonders aber an jedem größeren Werk, schaffe ich in einer dauernden großen Aufregung und immerfort in Angst, ich könnte etwas verderben.

Ist die Komposition aber fertig und ich finde beim Durchspielen alles in Ordnung, dann fühle ich mich wunderbar erleichtert und die Angst weicht einem ungeheuren Glücksgefühl.“ Wer genau zuhörte, konnte vielleicht ein wenig von diesem Glücksgefühl selber erleben.

Zwischen Romantik und Moderne

Lütter gilt als rheinischer Komponist zwischen Romantik und Moderne. Bis zu seinem Tode 1992 hatte sich der Komponist nicht um die Publikation seiner Werke bemüht. Ingrid Lütter ist froh, dass die Johann-Lütter-Stiftung auch dank der großzügigen Unterstützung der Kunststiftung NRW bald das Gesamtwerk ihres Schwiegervaters der Öffentlichkeit vorlegen kann.

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