Johann Lütter: Großes Festival zu Ehren des Komponisten

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Heinsberg. Der Kreisstadt steht eine Premiere bevor: Zum hundertsten Geburtstag des rheinischen Kirchenmusikers und Komponisten Johann Lütter (1913-1992) findet im September und Oktober das erste „Johann-Lütter-Festival“ in Heinsberg statt. Mit neun Konzerten, einer Lesung und einer vierwöchigen Ausstellung erinnert die Johann-Lütter-Stiftung an einen Komponisten, dessen umfangreiches Werk erst nach seinem Tod im Jahr 1992 einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden ist.

Im Jahr 2001 gründete der Sohn des Komponisten, der Heinsberger Konzertpianist Franz Joseph Lütter, gemeinsam mit seiner Frau Ingeborg Lütter die Johann-Lütter-Stiftung. Diese hat sich seither zur Aufgabe gesetzt, das Werk von Johann Lütter zu bewahren, zu veröffentlichen und hörbar zu machen. Keine zwölf Jahre später steht nicht nur die Gesamtausgabe der Werke von Johann Lütter im Verlag Dohr, Köln, kurz vor ihrer Vollendung.

Stiftung trägt seinen Namen

Zugleich jährt sich der hundertste Geburtstag eines Künstlers, der sich zu Lebzeiten kaum hätte träumen lassen, dass einmal eine Stiftung, ein Musikpreis und nun auch ein Festival seinen Namen tragen würden.

Das Festival beginnt mit zwei Konzerten im September: Am Sonntag, 8. September, gibt Heribert Koch aus Langerwehe mit seinem Klavierabend im Heinsberger Haus Lütter den Startschuss. Bereits eine Woche später, am Sonntag, 15. September, stellt Dorothee Broichhausen in der Musikhochschule Aachen erstmals öffentlich die CD mit Klavierwerken von Johann Lütter vor, die sie selbst eingespielt hat und die im vergangenen Jahr im Verlag Dohr veröffentlicht wurde.

Lütterwoche

Im Oktober steht eine ganze Woche im Zeichen des Jubilars, deren Programm die Johann-Lütter-Stiftung unter tatkräftiger Mithilfe der Jugendmusikschule Heinsberg e.V. gestaltet: Von Samstag, 11. Oktober, bis Samstag, 19. Oktober, findet an jedem Tag mindestens eine Veranstaltung statt. Den Anfang macht die musikalische Ausstellungseröffnung in den Räumlichkeiten der Raiffeisenbank Heinsberg.

Es folgen Kammermusikkonzerte, ein Liederabend und eine Lesung aus den Briefen, die Johann Lütter während des Zweiten Weltkriegs an seine spätere Ehefrau, Agnes Stockhausen, schickte. Auf öffentlichen Führungen durch die Ausstellung in der Raiffeisenbank können sich die Besucher auf ganz neue Weise mit dem Musiker, aber auch mit dem Privatmenschen Johann Lütter vertraut machen.

In der Alsdorfer Kirche Sankt Castor wird eine Messe von Johann Lütter zu hören sein, während im Selfkantdom Sankt Gangolf, Heinsberg, ein Orgelkonzert stattfindet, das die Musik von Johann Lütter den Werken anderer Komponisten gegenüberstellt. Außerdem wird dort die Stiftungsmesse gefeiert, die den Abschluss und den musikalischen Höhepunkt der „Lütterwoche“ bildet: Sie findet am 19. Oktober 2013 statt und damit auf den Tag genau am 100. Geburtstag von Johann Lütter.

Während die Ausstellung zu Johann Lütter noch bis zum Abschlusskonzert am Freitag, 8. November, in der Raiffeisenbank zu sehen sein wird, trägt der Alsdorfer Castorchor die Musik von Johann Lütter in die weite Welt hinaus: Nach der Lütterwoche wird der Chor unter Leitung von Josef Voußen auf einer fünftägigen Chorreise unter dem Motto „Mit Johann Lütter nach Rom“ in der Ewigen Stadt eine Messe von Johann Lütter singen. Auch das hätte Johann Lütter zu Lebzeiten wohl kaum für möglich gehalten!

Weitere Informationen zu Johann Lütter und zum Johann-Lütter-Festival sowie das laufend aktualisierte Festivalprogramm finden Sie unter www.johann-luetter-stiftung.de.

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