Jetzt will auch Kirchhoven um sein Freibad kämpfen

Von: Rainer Herwartz
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Das Organisationsteam Sophia van den Berg, Laury Hubert, Philip Rademacher und Lars Windeln (v.l.) bei seinem Besuch in Vossenack.

Heinsberg-Kirchhoven. Ob es letztlich eine kluge Entscheidung ist, wird sich zeigen. Fest steht nun allerdings, das ab sofort in der Heinsberger Bürgerschaft nicht länger nur um den Erhalt des Freibades in Oberbruch öffentlich gekämpft wird, sondern auch um die Zukunft der Badestätte in Kirchhoven.

„Rettet das Freibad Kirchhoven“ ist ein Plakat übertitelt, das im Ort verteilt wird und die Menschen für Dienstag, 8. September, 18.30 Uhr, in die Sporthalle an der katholischen Grundschule Kirchhoven/Lieck einlädt. Ähnlich wie unlängst in der Festhalle Oberbruch sollen hier die Weichen für ein Bürgerbad in Kirchhoven gestellt werden. Dies ist zumindest die Idee der Initiatoren.

Dabei scheint es so, als seien die Kirchhovener den Oberbruchern schon vor ihrer Bürgerversammlung einen kleinen Schritt voraus zu sein. „Wir haben bereits Ende Juni mit mehreren Freibädern in Nordrhein-Westfalen telefoniert“, sagt der 18-jährige Philip Rademacher. Allesamt solche, bei denen der Bürgerbadgedanke schon umgesetzt worden sei. „In Vossenack war man sehr kooperativ.“ Dort, so berichtet der zukünftige Geschichtsstudent, bestehe seit 2014 ein Förderverein. Doch auch die Kommune sei weiterhin aktiv an den Geschicken des Bades beteiligt.

„Mittlerweile ist es ein richtiges Bürgerbad, allerdings blieb die Kommune mit 20 Prozent in der Trägergesellschaft, um das jährliche Defizit gegebenenfalls auszugleichen.“ Viele Sanierungsaufgaben seien durch ehrenamtliches Engagement gestemmt worden. In Kirchhoven habe der Sanierungsbedarf laut Gutachten ja über zwei Millionen Euro ergeben. Doch das müsse nicht das letzte Wort sein.

„Natürlich würde eine Stadt aufwendiger sanieren, als ein Verein dies macht“, meint Rademacher. „So würde ein Edelstahlbecken zum Beispiel mehr als eine Million verschlingen und eine Folie, die mit rund 15 Jahren zwar nur halb so lange hält, nur ein Drittel.“ Hierzu seien bereits einige Informationen eingeholt worden. Doch ein Aspekt sei bei allen Bürgerbädern, die sie kontaktiert hätten, gleich gewesen: „Der Tenor bei den Bäderbetreibern war, dass man die Stadt mit ins Boot holen muss. Wir haben keines gefunden, das komplett ohne Unterstützung der Kommune funktionierte.“

In der Bürgerversammlung soll sich nun zeigen, wie viele Kirchhovener sich für den Erhalt des dortigen Freibades stark machen wollen.

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