Jetzt steht fest, wo Grundschulklassen eingerichtet werden

Von: anna
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Auch in der Nikolausschule in Kempen wird es im Sommer wieder eine erste Klasse geben. Darüber freuen sich nicht nur Lehrerin Gabi Haider und ihre Erstklässler, sondern das gesamte Lehrerkollegium.

Heinsberg. Die Entscheidung, an welchen Grundschulen des Stadtgebiets im Sommer die 14 neuen ersten Klassen eingerichtet werden und wie viele das jeweils sein werden, ist gefallen. Mit der Mehrheit von CDU und Bündnis 90/Die Grünen hat der Schul- und Kulturausschuss den Beschluss gefasst, folgende Klassen einzurichten: je zwei in Heinsberg, Kirchhoven und Oberbruch, je eine in Dremmen, Grebben, Karken, Kempen, Porselen/Randerath, Schafhausen, Straeten und Unterbruch.

Gefolgt war die Mehrheit im Ausschuss der von der Verwaltung erst am Sitzungstag vorgelegten Tischvorlage, die genau diese Klassenverteilung vorsah. „Die Verteilung der Eingangsklassen erfolgt zunächst nach dem Grundsatz der ortsnahen Beschulung ‚Kurze Beine – Kurze Wege‘, so dass jeder Schulstandort eine Eingangsklasse erhält“, hieß es dazu in der Vorlage. „Die verbleibenden Eingangsklassen werden auf die Schulen verteilt, an denen Gemeinsames Lernen stattfindet.“

Im Vorfeld dieser Entscheidung hatte es große Diskussionen gegeben, da für das kommende Schuljahr aufgrund gesunkener Anmeldungen und der vorgegebenen kommunalen Klassenrichtzahl eine Klasse weniger als bisher eingerichtet werden darf.

Der Ausschuss hatte vorab in der Sitzung zudem einvernehmlich dem Vorhaben des Kreisschulamts zugestimmt, in der Grundschule in Oberbruch (Pestalozzischule) ein Angebot des Gemeinsamen Lernens einzurichten. Damit entstehe ein dritter Standort des Gemeinsamen Lernens im südöstlichen Stadtbereich neben der Sonnenscheinschule in Heinsberg und der Brunnenschule in Kirchhoven, hieß es in der Vorlage der Verwaltung. Der Standort Oberbruch biete sich aufgrund seiner Nähe zur Don-Bosco-Schule als Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen ebenso an wie aufgrund guter Verkehrsverbindungen.

Abgelehnt hatte die Mehrheit der Ausschussmitglieder zudem vorher den Antrag der SPD, im Grundschulverbund Heinsberg und Unterbruch zwar insgesamt vier Klassen einzurichten, davon drei in Heinsberg, dafür aber im Grundschulverbund Karken und Kempen nur noch eine.

Im Rahmen der Diskussion der jetzt beschlossenen Klassenverteilung hatte Angela Herberg vor allem die späte Information über den Beschlussvorschlag der Verwaltung in Form einer Tischvorlage moniert. „Ich hätte mir gewünscht, dass das Ganze parteiübergreifend diskutiert und eine gemeinsame Lösung gefunden worden wäre“, erklärte sie.

Auch vertrat sie die Ansicht, dass der Verbund Karken/Kempen aufgrund der Schülerzahlen nur mit einer Klasse zu versehen sei. „Wir stecken aktuell in einem Dilemma“, erklärte Guido Rütten (CDU). „Auch wir haben lange diskutiert.“ Letztlich habe man sich aber dem Leitmotiv „Kurze Beine – Kurze Wege“ verschrieben, solange dies organisatorisch möglich sei.

In Kempen hätten von den bisher 16 angemeldeten Kindern nur 10 ihren Wohnort auch in Kempen, hatte Sascha Mattern von den Freien Wählern vorgerechnet. Aus der Heinsberger Sonnenscheinschule müssten dagegen jetzt 18 Kinder weggeschickt werden, pflichtete ihm Herberg bei. Und wenn davon auch elf Kinder aus anderen Orten stammen würden, hätten die Eltern doch mit ihrer Anmeldung hier ihren Elternwillen bekundet.

Thomas Heinrichs, Leiter der Sonnenscheinschule, hatte die Sitzung wie weitere Schulleiter und interessierte Eltern verfolgt. „Da wird auch eine Reihe von Heinsberger Kindern dabei sein“, erklärte er nach der Sitzung zu den angehenden Erstklässlern, die aufgrund der Ausschussentscheidung jetzt in seiner Schule abgewiesen werden müssen.

Für ihn ganz klar ist nämlich, dass zunächst vorrangig Geschwisterkinder aufgenommen werden, auch wenn sie aus anderen Orten kommen. Danach kommen die Schüler des Gemeinsamen Lernens. Und für alle anderen entscheide das Los, wobei auf eine gleichmäßige Verteilung von Jungen und Mädchen geachtet werde, so Heinrichs.

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