Jede Menge Herzblut im Straetener Karneval

Von: Anna Petra Thomas
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Vom Vater an den Sohn ging das Zepter, von Hans-Willi Gottschalk (rechts) an Guido I. mit seiner Prinzessin Diana. Foto: Anna Petra Thomas
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Prinzensohn Niko sang mit Frontmann Yannick Weingantz von der Band Lobo, als hätte er noch nie etwas anderes getan. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Straeten. „Mit jebagger, jebuddel und jebütze stehen wir bei La Strada an der Spitze.“ So lautet in dieser Session das Motto im Straetener Karneval, sitzt doch mit Guido Gottschalk einer ganz oben auf dem Narrenthron, der sich mit Baggern und ähnlichen Baugeräten ganz gut auskennt. Als Guido I. regiert er mit seiner Frau Diana im Karnevalsverein La Strada Olé.

Nachdem in der Straetener Narrhalla zunächst Elferrat und Prinzenwache die Bühne in Blau und Weiß getaucht hatten, eroberte das Prinzenpaar den närrischen Thron beim Proklamations-Frühschoppen, angeführt von Garden und Mariechen sowie begleitet von Kölsch-Straetener Tönen vom singenden Wirt Helmut Schröders.

Bereits seit November habe sich das Prinzenpaar in der Narretei erprobt, erklärte Vizepräsident Uwe Bohnen, der wie Franz-Josef Kofferath, Hans-Peter Kochs, Uwe Bohnen, Stefan Pyls und Bernd Maassen zum Prinzenteam gehört.

Bevor dann Vorsitzender und Prinzenvater Hans-Willi Gottschalk das Prinzenzepter an seinen Sohn überreichte, überraschte Helmut Cüppers, ein Mitgründer des Karnevalsvereins, seinen Jugendfreund noch mit einer sehr persönlichen Laudatio. Zunächst stellte er darin die Prinzessin vor, die im Alter von vier Jahren beim Schafhausener Karnevalsverein mit dem Karnevalsvirus infiziert worden sei. Sie war dort als Mariechen und Kinderprinzessin aktiv, bevor sie über eine Zwischenstation bei der Prinzengarde des Heinsberger Karnevalsvereins nach Straeten kam.

Dem Prinzen setzte Cüppers die schwarze Kappe auf, mit der man ihn in Jugendtagen in Straeten gekannt hatte. Die Besucher des Frühschoppens hörten schmunzelnd von seinem DJ-Häuschen im Jugendheim, von überfahrenen Handys, vom Junggesellenabschied auf Mallorca und von vielem mehr, was die beiden gemeinsam so „angestellt“ hatten. Cüppers erinnerte aber auch an das Jahr 1999, wo Guido und Diana schon als Königspaar die Straetener Schützen repräsentiert hatten.

Der Prinz sei einer, auf den man sich blind verlassen könne, der ein offenes Ohr für die Vereine habe und für den mit der Prinzenwürde ein langjähriger Wunsch in Erfüllung gehe, sagte Cüppers und erklärte zu Tränen gerührt: „Ich bin stolz, Euer Freund zu sein.“

Guido I. machte es kurz in seiner Rede. „Spaß!“, falle ihm als einziges Wort ein, erklärte er. S wie Session, P wie Proklamation und A wie Alle. „Wir sind ein toller Verein. Wenn wir alle an einem Strang ziehen, macht es ganz besonders viel Spaß. Und das tut es gerade“, sagte er. Aus „ß“ macht Guido I. „SSS für Euch, denn mit Euch macht es am meisten Spaß!“

Nach der Proklamation war die Bühne frei für die Eigengewächse mit der Minigarde, der Kleinen Prinzengarde und der Großen Garde sowie für die Mariechen Lisa Bohnen, Franka Büsgens und Lea Meyers. Karnevalsfreunde aus 14 verschiedenen Orten machten den Straetener Tollitäten ihre Aufwartung. Sie kamen aus Tüddern, Unterbruch, Süsterseel, Heinsberg, Kirchhoven, Kempen, Haaren, Karken, Porselen, Schafhausen, Aphoven, Oberbruch, Randerath-Himmerich und Landgraaf.

Mit dabei waren zudem die Showtanz-Gruppen Crazy Flames und Infiniti, aus Schierwaldenrath Pure Poison, von der DJK Waldenrath die drei Gruppen Minilights, Showlights und Flaslights sowie eine weitere Tanzgruppe aus Stahe.

Mittendrin gab‘s im Programm den Höhepunkt des Tages. Hans-Willi Gottschalk hatte als Überraschung für Sohn und Schwiegertochter die Kölner Band Lupo eingeladen, in der sich neben Sänger Yannick Weingantz auch Enkel Niko, gerade mal acht Jahre alt, als Frontmann präsentierte. „Wenn mir zesamme stonn“ sang er, als hätte er nie anderes getan. Nur zwei Mal habe Opa Hans-Willi ihn heimlich zur Probe nach Köln gefahren, verriet Niko.

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