„Jazz im Rondell“: Ticketanfragen auch aus München und Berlin

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
12620187.jpg
Im vergangenen Jahr gewann die siebenköpfige Band „Filou“ in ihrer ungewöhnlichen Besetzung den Nachwuchswettbewerb „Future Sounds“ bei den Leverkusener Jazztagen. In diesem Jahr gehört sie zum Hauptprogramm und spielt gleich danach in Heinsberg. Foto: Filou

Heinsberg. Passionierte Jazz-Fans und Freunde der Jugendmusikschule Heinsberg wissen es längst: Das Rondell an der Heinsberger Realschule im Klevchen ist die Adresse in der Region und mittlerweile weit darüber hinaus, wenn es um erstklassige Konzert in Besetzungen von Weltruf geht.

Den letzten goldenen Stern verliehen der Reihe gerade erst Dean Brown, Dennis Chambers, Bill Evans und Darryl Jones, die auf ihrer Europatournee zwischen Wien, London und Paris auch Station in Heinsberg machten.

Der Volksbank Heinsberg als Hauptsponsor der Konzertreihe von Beginn an fällt es da nicht schwer, sie auch für gar noch vier weitere Konzerte in diesem Jahr zu unterstützen. „Das ist ein besonderer Leckerbissen der Kultur“, betonte Bankvorstand Thomas Giessing bei der Präsentation des Programms für das zweite Halbjahr. Als Genossenschaftsbank sehe die Volksbank es auch als ihre Aufgabe, in der Region entstehende Projekte zu unterstützen. Bei der Förderung der Jugendmusikschule heiße dies, hochklassige Musik nach Heinsberg zu holen beziehungsweise in Heinsberg zu fördern.

Die Reihe „Jazz im Rondell“ sei mittlerweile ein absolutes Highlight, wenn man sich anschaue, woher die Besucher inzwischen schon anreisen würden, so Giessing weiter. Er freue sich sehr, dass die Volksbank dabei mithelfen dürfe, dass die Region in Bezug auf das kulturelle Leben attraktiv bleibe. „Ich finde es nur schade, dass uns das viele Heinsberger nicht zutrauen“, schloss Giessing. „Da wird heute noch eher geschaut, was in Köln oder Düsseldorf los ist.“

Zwei Punkte sind es, die für Theo Krings, Leiter der Jugendmusikschule Heinsberg, den Erfolg der Reihe ausmachen. Zum einen sind es die in den vergangenen mehr als zehn Jahren gewachsenen Kontakt durch das internationale Heinsberger Gitarrenfestival, zum anderen die Planungssicherheit, die ihm die finanzielle Unterstützung durch die Volksbank gibt. Da könne man dann auch „mal zuschlagen“, wenn sich die Chance böte, Jazz-Größen wie Brown, Chambers, Evans und Jones nach Heinsberg zu holen. Da habe es Ticketanfragen quer durch Deutschland, von Berlin bis München gegeben, erklärte er.

„Besser geht‘s nicht, es geht nur anders!“, betonte er mit Blick auf das Programm der restlichen vier Konzerte für dieses Jahr. Ausgehend von den Auftritten zweier norwegischer Jazz-Musiker, bei denen die ethnischen Einflüsse in ihrem Spiel das Publikum begeistert hätten, sei man schnell fündig geworden bei weiteren Stars dieser Szene.

Den Auftakt macht ein Kölner Jazz-Quartett mit der Sängerin Tamara Lukasheva am Donnerstag, 29. September. „Die Stücke der jungen Ukrainerin verbinden folkloristische Elemente aus der Ukraine mit der Klangwelt des europäischen Modern Jazz und der zeitgenössischen Klassik“, so Krings. Am Donnerstag, 8. Dezember, folgt ihr mit Simin Tander und ihrem Quartett eine Sängerin mit iranischen Wurzeln. „Sie schwimmt auf der Karrierewelle gerade ganz vorne“, so Krings.

Dazwischen gibt‘s am Montag, 31. Oktober, wieder „großes Kino“. Ins Rondell kommen dann Stu Hamm (Bass), Greg Howe (Gitarre) und Zoltan Csörsz (Schlagzeug). „Einer der Bassisten der Szene rockt das Haus mit dem Live-Gitarristen von Michael Jackson“, schwärmt Krings, „mit dem Drummer der Flower Kings. Da ist jeder weitere Kommentar überflüssig.“

Die Band „Filou“, die am Samstag, 19. November, zu Gast ist, hat der Organisator der Reihe quasi selbst entdeckt, im vergangenen Jahr bei den Leverkusener Jazztagen. Die siebenköpfige Besetzung fessele schon alleine durch die Energie der außergewöhnlichen und großen Besetzung, so Krings. Ihren Stil beschrieb er als „instrumentalen Grenzgang zwischen Funk, Jazz und Hiphop.“

Alle Konzerte beginnen um 20 Uhr. Karten sind erhältlich in der Jugendmusikschule, in den Geschäftsstellen unserer Zeitung und im Internet unter www.reservix.de.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert