Heinsberg-Karken - Japanisches Erzähltheater begeistert die kleinen Zuhörer

Japanisches Erzähltheater begeistert die kleinen Zuhörer

Von: Anna Petra Thomas
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Gespannt lauschten die kleinen Besucher der Buchausstellung Gerda Rademachers Erzählungen mit dem „Kamishibai“. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Karken. „Ich lade Euch ein ins Geschichtenland“, sagte Gerda Rademacher den Kindern, die schon gleich nach Öffnung der diesjährigen Buchausstellung ins Karkener Pfarrheim gekommen waren. Gespannt saßen sie vor dem großen, roten Holzkasten, auf den von außen und innen ein goldgelber Theatervorhang gemalt war.

Langsam öffnete Gerda Rademacher die beiden Flügeltüren. So entstand ein kleines Theater, indem sie eine Bildkarte nach der anderen aus dem Holzkasten herausnahm und auf deren Rückseite den Teil der Geschichte weiterlas, den die Kinder auf der nächsten Karte sahen. Mucksmäuschenstill war es in der Bücherei, denn die kleinen Besucher fühlten sich von diesem kleinen Theater magisch angezogen.

Ungewöhnlicher Holzkasten

„Kamishibai“ heißt diese Art des Erzähltheaters, die aus Japan stammt. Der Begriff setzt sich zusammen aus den Wörtern „kami“ für Papier und „shibai“, was übersetzt Schauspiel oder Theater heißt. Als erste Geschichte präsentierte Gerda Rademacher den Kindern in Karken die vom „Kamishibai-Mann“, und so wurde ihnen schnell deutlich, was es mit dem ungewöhnlichen Holzkasten so auf sich hat. Die ersten Zuhörer dieser neuen Art des Vorlesens mit Bildern fast wie in einem kleinen Kino waren so begeistert, dass sie gleich noch eine Geschichte hören wollen. „Als die Raben noch bunt waren“, hieß sie.

Ihre Eltern hatten derweil Zeit, sich im Pfarrheim in der Ausstellung der neuen Bücher umzusehen, die durch eine Schau von Werken der Karkener Künstlerin Nathalie Emmerich, durch eine Cafeteria und eine Verlosung begleitet wurde. Büchereileiterin Rosi Wambach erläuterte den Besuchern derweil gerne die Vorzüge einer kostenfreien Mitgliedschaft in der Bücherei. Inzwischen leiht sie gegen eine geringe Jahresgebühr sogar E-Books aus. Weiter ausgebaut werden soll die Leihmöglichkeit von audiodigitalen Büchern, die mit einem sogenannten Tiptoi-Stift bedient werden können. „Die ersten zehn Bücher sind angeschafft. Ab Januar kommen weitere hinzu“, so Rosi Wambach.

Nur für Jungs

Wiederholen will die Bücherei im kommenden Jahr zudem das Projekt „Lesehelden“ nur für Jungen, bei dem es vielleicht auch wieder eine Vorlesestunde im Feuerwehrauto geben soll.

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