Heinsberg-Oberbruch/Waldfeucht-Braunsrath - Jahreskonzert: Filmsequenzen ergänzen den Hörgenuss

Jahreskonzert: Filmsequenzen ergänzen den Hörgenuss

Von: Anna Petra Thomas
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Sie sind gut in Klassik, brillieren aber auch, wenn es um aktuelle Kinomusik geht: die aktiven Mitglieder des Musikcorps Braunsrath. In Oberbruch präsentierten sie an zwei Abenden ihr Jahreskonzert. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Oberbruch/Waldfeucht-Braunsrath. Filmplakate im Treppenaufgang der Oberbrucher Festhalle und eine Popcorn-Maschine vor dem großen Saal ließen die Besucher schon vor Beginn des 33. Jahreskonzerts vom Musikcorps Braunsrath erahnen, wohin die Reise gehen sollte. „Klassik trifft auf Kino“, hieß es dann auch jeweils beim Auftakt der beiden Abende, an denen die Musiker jeweils rund 400 Besucher in Oberbruch begrüßen konnten.

Ein Novum: Die 65 Musiker spielten nicht auf, sondern vor der Festhallenbühne auf einer eigens für sie installierten Bühne. Dass das Konzert mit Klassik begann, zeigte schon gleich zu Beginn Dirigent Steven Walker, der elegant im Frack sein Podest erklomm.

Begeisterndes Flötensolo

In den ersten drei Stücken widmete sich das Corps der Oper und dem Ballett. Zunächst erklang „Die diebische Elster“ von Gioachino Rossini, in der vor allem das Flöten-Solo begeisterte. Nach dem Liebestod aus „Tristan und Isolde“ von Richard Wagner spielte das Blasmusik-Orchester drei Teile aus dem Ballett „Schwanensee“ von Pjotr Iljitsch Tschaikowski.

Es folgte ein moderneres Arrangement von Frank Ticheli, in dem dieser Musiker seine Empfindungen im Tal Shenandoah und am gleichnamigen Fluss im US-Staat Virginia widerspiegeln will. Den grandios gemeisterten Schlusspunkt im klassischen Part seines Konzerts setzte das Musikcorps mit den Armenischen Tänzen von Alfred Reed, einem Klassiker der symphonischen Blasmusik, dem tatsächlich armenische Volksweisen zugrunde liegen. Schade nur, dass es viel „Begleitmusik“ aus dem Publikum mit Tüten von Popcorn und Kartoffelchips gegeben hatte, die von dem hohen Anspruch und dem großen Können der Musiker immer wieder ablenkte.

Allein im zweiten Teil wäre sie weniger störend gewesen, wo dann wirklich Kinogefühl aufkam. Und auch der Dirigent erschien im James-Bond-Stil, ganz in Schwarz mit weißem Jackett. Perfekt machte die Kino-Szenerie zudem eine Leinwand, auf der exakt auf den Takt der Musik geschnittene Filmszenen zu sehen waren – für ein Erlebnis in Hören und Sehen.

Den Anfang machte das Musikcorps hier mit einer Filmmusik aus Star Wars („Das Erwachen der Macht“) von John Williams. Weiter ging es mit Forrest Gump von Alan Silvestri und Jurassic Park, wieder von John Williams.

Das Lied vom Tod von Ennio Morricone gehörte ebenso zum Repertoire der Braunsrather wie natürlich „Bond… James Bond!“ arrangiert von Stephen Bulla. Aus der Feder desselben Arrangeurs stammten auch die Highlights aus der jungen Disney-Produktion „Die Eiskönigin“, mit denen das Musikcorps seine Jahresdarbietung und sein wieder einmal gekonnt gemischtes musikalisches Konzertprogramm abrundete.

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